Peter Klebe über das Nachtfahrverbot

Kommentar zum Nachtfahrverbot: Durch die Hintertür

Was sollen eigentlich die lärmgeplagten Einwohner zum Beispiel von Kerstenhausen (B 3) oder Diemelstadt (B 252) noch denken? Als wüssten sie es nicht selbst, hören sie von allen Seiten, dass der Lkw-Verkehr zu laut ist.

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Und dass ihnen geholfen werden muss. Dann gibt es Durchfahrverbote, die per Gericht gekippt werden. Dann Nachtfahrverbote, gegen die Spediteure angehen. Und nun der Appell an Freiwilligkeit: Speditionen sollen sich auf unumgängliche Fahrten beschränken.

Der Versuch mag gut gemeint sein, aber er wird nicht viel bringen. Denn es ist unklar, wie sich unumgängliche Fahrten definieren und wer das kontrolliert. Selbst wenn in der Testphase die Grenzwerte eingehalten werden sollten, heißt das nicht, dass das immer so bleiben wird. Hier wird durch eine Hintertür das Nachtfahrverbot ausgehebelt. Anwohnerruhe und wirtschaftliche Interessen lassen sich einfach nicht unter einen Hut bringen. Es muss klar entschieden werden, wer Vorrang bekommt. Schwer zu glauben, dass das die Anwohner sind. Leider.

Von Peter Klebe

Quelle: HNA

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