Kommentar zu TÜV und Kfz-Zulassung: Nicht bürgerfreundlich

Wer sich in Hessen mit einem nicht alltäglichen Anliegen an TÜV und Zulassungsstellen wendet, braucht Geduld und Geld – offenbar mehr als in anderen Bundesländern. Diese Erfahrung haben auch viele unserer Leser gemacht. Ein Kommentar.

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Ärger mit TÜV und Zulassung in Hessen

Viele hessische Fahrzeugbesitzer haben bereits die leidvolle Erfahrung gemacht: Sobald es bei TÜV-Abnahme und Zulassung über die üblichen Vorgänge hinausgeht, wird es kompliziert. Das Ergebnis variiert manchmal selbst innerhalb des Landes.

Jan-Christoph Eisenbergüber TÜV und Kfz-Zulassung

Dass die hessischen TÜV-Mitarbeiter hinter vorgehaltener Hand sogar die Fahrt über die Landesgrenze empfehlen, ist absurd und zugleich bezeichnend dafür, dass in Hessen etwas mächtig schiefläuft. Die entscheidenden Grundlagen für die Kfz-Zulassung gelten bundesweit. Gravierende Unterschiede zwischen den Ländern dürfte es demnach nicht geben.

Statt gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, schieben sich die Beteiligten gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Gestresste TÜV-Mitarbeiter schimpfen auf rigide Rahmenbedingungen vom Land. Das Verkehrsministerium verweist hingegen auf die Prüforganisation. TÜV-Hessen handelt laut eigenem Leitbild im Interesse der Kunden. Das Verkehrsministerium bezeichnet sich als bürgerfreundlich. Auf die aktuelle Abnahme- und Zulassungspraxis trifft beides nicht zu.

jce@hna.de

Quelle: HNA

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