Weil die Hessen weniger Geld für Lotto ausgeben, gibt es auch weniger Zuschüsse für Vereine

Land verliert bei Glücksspiel 22 Mio. Euro

Kassel / Wiesbaden. Weil die Hessen im vergangenen Jahr weniger für die staatlich kontrollierten Glücksspiele wie Lotto und Toto ausgaben, gibt es auch weniger Zuschüsse für die sogenannten Destinatäre.

Das sind beispielsweise der Landessportbund Hessen oder die Liga der freien Wohlfahrtspflege. So flossen aus der Kasse von Lotto Hessen beispielsweise 19,95 Millionen Euro in 2009 an den Sportbund. Vergangenes Jahr waren es nur noch 18,07 Millionen Euro. Die Liga der freien Wohlfahrtspflege kassierte aus dem Wettgeschäft des vergangenen Jahres 4,82 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 5,3 Millionen Euro. Das geht aus dem jetzt verbreiteten Geschäftsbericht von Lotto Hessen hervor.

Auch der Landeskasse gingen Millionenbeträge verloren. Aus der Wett- und Lotteriesteuer kamen im vergangenen Jahr nur noch 94 Millionen Euro in die Landeskasse. Ein Jahr davor waren es noch 100 Millionen Euro. Auch die Summe der sogenannten zweckgebundenen Mittel, die auf die einzelnen Ministerien verteilt werden, sackte deutlich ab: von 134,37 Millionen Euro auf 119,54 Millionen. Unter dem Strich fehlen dem Land damit insgesamt rund 22 Millionen Euro an Lotto-Geld.

Die Umsätze von Lotto Hessen gingen um 12,8 Prozent auf rund 322 Millionen Euro zurück. Gründe: 2010 gab es nur 52 Veranstaltungswochen, ein Jahr zuvor waren es 53. Und: Im vergangenen Jahr gab es den höchsten Jackpot mit 20 Millionen Euro, ein Jahr davor wurden 35 Millionen erzielt.

Vor allem in den Phasen, wo beim Lotto 6 aus 49 sehr hohe Gewinne winken, steigen die Wetteinsätze sprunghaft an. Vor allem in Ballungsgebieten wie der Rhein-Main-Region stürmen Gelegenheitsspieler die Annahmestellen und füllen die Lotto-Kassen.

Von Jürgen Umbach

Quelle: HNA

Kommentare