Einsparungen von 113 Millionen in zwei Jahren

Landeselternbeirat gegen Schuldenbremse

Wiesbaden. Der Landeselternbeirat hat dazu aufgerufen, bei der Volksabstimmung über die Schuldenbremse am 27. März 2011 mit Nein zu stimmen. Das Gremium begründete seine Empfehlung mit den Sparmaßnahmen der Landesregierung, die auch den Bildungsbereich beträfen.

Nach Kürzungen von 45 Millionen Euro im Haushalt 2011 sehe der Entwurf von Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) für 2012 erneute Kürzungen von 68 Millionen Euro vor. Die Elternvertretung erklärte, in die Ressource Bildung müsse mehr und nicht weniger Geld investiert werden. Sie fürchten auch, dass sich ein Zwei-Klassen-System an den Schulen entwickele: Schon heute müssten Eltern trotz verfassungrechtlich garantierter Lernmittelfreiheit in Hessen zahlreiche Kosten selbst tragen. Wenn auch an der Bildung gekürzt werde, gehe das noch stärker zu Lasten finanziell schwacher Familien.

Der Landeselternbeirat bemängelte zudem zahlreiche Punkte des Gesetzentwurfes für ein neues Schulgesetz. Weder werde die G8-Problematik gelöst noch sei erkenntlich, wie die Schulen die Selbstständigkeit zu Gunsten von mehr Qualität umsetzen sollen. Das Thema Inklusion, also die gemeinsame Unterrichtung von Behinderten und Nichtbehinderten, werde so halbherzig angegangen, dass der Gedanke dahinter konterkariert werde, so die Vorsitzende des Landeselternbeirates, Kerstin Geis. Die Eltern fordern, dass jeder Schulträger Inklusion an ein oder zwei Schulen ermöglicht, um Erfahrungen zu sammeln und durch positive Beispiele ein Umdenken in der Gesellschaft zu befördern. (wet)

Quelle: HNA

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