Europas größte Wildkatze kommt aus dem Harz

Luchs zurück in Nordhessens Wäldern: Mutter mit drei Jungen gesichtet

Kassel. Auf leisen Tatzen ist Europas größte Wildkatze in Nordhessens Wälder zurückgekehrt. Und sorgt jetzt gleich für eine kleine Sensation: Vor zwei Wochen wurde im großen Waldgebiet zwischen Meißner, Melsungen und Söhre eine Luchsin mit drei Jungen beobachtet.

„Wir erleben die erfolgreiche Rückkehr des Luchses“, freute sich John Barz von der Oberen Naturschutzbehörde des Kasseler Regierungspräsidiums heute bei einem Pressegespräch.

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In Kaufunger Wald, Stiftswald und Söhre hat es in den vergangenen zwei Jahren 34 Sichtungen von Luchsen gegeben. Bestätigt sind drei erwachsene Luchse, möglicherweise sind es aber auch schon vier. Nachdem jetzt drei junge Luchse geboren wurden, sehen die Naturschutzbehörde gute Chancen dafür, dass der Luchs in den Wäldern rund um Kassel wieder heimisch wird.

Die Raubkatzen mit den charakteristischen Pinselohren sind aus dem Harz eingewandert, wo zwischen 2000 und 2006 24 Luchse ausgewildert wurden. Bis 2009 wurden im Harz 71 Jungtiere gezählt, von denen allerdings 17 von Autos und Zügen getötet wurden. (tom)

Quelle: HNA

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