Wirtschaft soll Flughafen mehr nutzen

Minister Hahn: "Träger Betrieb in Kassel-Calden ist nicht hinnehmbar"

Calden/Wiesbaden. Mit deutlichen Worten hat der FDP-Landesvorsitzende Hahn die nordhessische Wirtschaft aufgefordert, den Flughafen Calden stärker zu nutzen. Schließlich hätten Unternehmen aus der Region nach dem Flughafen „gerufen“. Außerdem sprach er sich für Tests von Fracking in der Region aus.

Da der Bau mit Steuergeldern finanziert worden sei, sei der gegenwärtig träge Betrieb in Kassel-Calden nicht hinnehmbar. Das sagte Hahn in einem Interview des Hessischen Rundfunks.

Ebenso befürwortet er Tests von Fracking in Nordhessen aus. In dem hr-Interview stellte er sich damit gegen seine Kabinettskollegin Lucia Puttrich. Die Grünen zeigen sich empört. Diese Methode der Gasförderung sei hoch umstritten und risikobehaftet.

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Auch wenn mögliche Auswirkungen der Erdgasförderung auf das Grundwasser noch unbekannt seien, dürfe man auf die Technologie nicht aus reiner Angst verzichten, hatte Hahn gesagt.

Die Grünen-Landtagsfraktion zeigte sich über die Fracking-Bereitschaft des Liberalen empört: „Welche Gefahren für das Grundwasser damit verbunden sind, ist der FDP und ihrer Klientel offensichtlich vollkommen egal“, sagte eine Grünen-Sprecherin.

Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Timon Gremmels, sagte: Während Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) zumindest vordergründig Fracking immer wieder ablehne, wolle Hahn nun Unternehmen erste Probebohrungen erlauben. Auch in dieser wichtigen Frage seien sich CDU und FDP vollkommen uneinig. (rpp/lhe)

Quelle: HNA

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