Missbrauchskandal in Kirchen wird noch aufgearbeitet

Fulda. Rund ein halbes Jahr nach Bekanntwerden des jüngsten Missbrauchsskandals in Hessens Kirchen ist die Aufarbeitung noch lange nicht abgeschlossen.

 Viele Staatsanwälte ermitteln nach wie vor wegen der sexuellen und gewalttätigen Übergriffe. In einigen Kirchenbezirken wurden bereits Konsequenzen gezogen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa ergab.

Etliche Fälle sind allerdings schon verjährt. Die katholischen und evangelischen Kirchen bieten den Opfern kostenlose therapeutische Hilfen und Beratungsstellen an. Anfang März hatte der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche Hessen erreicht.

Das Bistum Limburg meldete als erste Diözese mehrere Verdachtsfälle. Juristische Folgen gibt es dort bislang nicht - die Betroffenen sind bereits gestorben oder die Taten verjährt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Limburg waren manche Vorwürfe auch falsch.

Im Bistum Fulda geht die Aufarbeitung der Missbrauchsvorwürfe nach Angaben der Kirche voran, sie ist aber noch nicht abgeschlossen. Auch bei der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wurden die Vorwürfe an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, diese habe die Verfahren jedoch eingestellt - die Taten sind verjährt. Ähnlich sieht es bei der Staatsanwaltschaft Kassel aus: Es gab Anzeigen, ein Verfahren wurde wegen Verjährung eingestellt, bei einem weiteren zeichnet sich die Verjährung ab.

Quelle: HNA

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