Monitor erlaubt tiefere Einblicke

Kassel. Immer weniger Schüler werden in den nächsten Jahren die Schule beenden und eine Arbeit aufnehmen. Zu wenige, um die Nachfrage der Betriebe in Nordhessen zu decken.

Der Fachkräftemangel wird den Wirtschaftsraum Nordhessen schneller als erwartet treffen. Wie stark diese Entwicklung ist und dass dies in Nordhessen früher zu einem Nachwuchsproblem für die Wirtschaft wird, zeigt der neue Arbeitsmarktmonitor der Bundesagentur für Arbeit.

In den Monitor fließen beispielsweise Daten der Bundesagentur, des Statistischen Bundesamtes, Prognosen der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung, von Arbeitgebern und Schulämtern zusammen. Diese Daten werden in einer grafischen Darstellung aufgenommen und miteinander kombiniert. Er erlaubt also tiefere Einblicke in die lokalen Arbeitsmärkte.

Vorteil: Die Region könne mit anderen Landkreisen und Städten bundesweit verglichen werden, sagte Detlef Hesse, Leiter der Arbeitsagentur Kassel. Ziel sei es, beispielsweise zu den Themen demografischer Wandel und einer unterdurchschnittlichen Frauenerwerbsquote in der Region die Vertreter von Politik und Wirtschaft an einen Tisch zu bekommen. Die Arbeitsagentur verstehe ihre Rolle darin, den Finger in die Wunde zu legen und Entwicklungen aufzuzeigen. (bea)

Quelle: HNA

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