Neue Hygiene-Panne am Klinikum Fulda: Zwölf Patienten betroffen

Fulda. Nur drei Monate nach dem jüngsten Hygieneskandal am Klinikum in Fulda erschüttert eine neue Panne das Krankenhaus. Nach Angaben des Klinikums wurden mindestens zwölf Patienten mit OP-Besteck operiert, das zuvor nicht sterilisiert wurde.

Wie das passieren konnte, sei noch nicht bekannt, sagte Klinikvorstand Harald Jeguschke am Freitag. Offenbar habe ein Mitarbeiter einen Fehler gemacht. Die genaue Zahl der betroffenen Patienten stehe noch nicht fest.

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Im Januar hatte schmutziges OP-Besteck die Sterilisation in Fulda stillgelegt. Hunderte von Operationen waren abgesagt worden, es entstand ein Verlust von mindestens einer Million Euro. Die Zentralsterilisation war Mitte Januar geschlossen und später neu eröffnet worden. Zuvor waren in der Abteilung, in der beispielsweise Scheren, Zangen und Klemmen nach dem OP-Gebrauch gereinigt werden, massive Mängel festgestellt worden. Auf den Bestecken hatten zum Beispiel Flugrost und Blutreste geklebt.

Die nun betroffenen 18 Siebe und auch Einzelinstrumente seien zwar gereinigt und desinfiziert worden, sagte Jeguschke. Das Material sei aber „am Sterilisator vorbei zurück in die jeweiligen Fachgebiete gegeben worden“. Außerdem sei noch nicht klar, wozu genau zwei der Siebe und fünf einzelne Instrumente aus der betroffenen Charge benutzt wurden. (dpa)

Quelle: HNA

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