Alte Hafenanlage in Hann. Münden kann für Firmen der Region existenziell werden

Nordhessens Tor zur Welt

140 Tonnen am Haken: In Hann. Münden werden schwere Frachten aus Nordhessen schon verladen. Foto: Krischmann

Kassel / Hann. Münden. Weil der Transport schwerer und sperriger Güter auf den Straßen immer problematischer wird, könnte die Reaktivierung des Weserhafens in der südniedersächsischen Stadt Hann. Münden für nordhessische Unternehmen künftig sogar existenzielle Bedeutung bekommen.

Die Vorzeichen stehen gut, dass aus der Weserumschlagstelle in Hann. Münden ein Binnenhafen mit Perspektive für den Umschlag von Gütern wird. Die Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) und die städtische Wirtschaftsförderung (WWS) prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen es möglich ist, den Weserhafen wieder zu beleben.

Für Unternehmen wie die Firma Richter aus Hess. Lichtenau (Werra-Meißner-Kreis), dem bisher einzigen Kunden des Weserhafens, könne eine solche Umschlagstelle überlebenswichtig sein, sagt Alexander Wenzel von den VHM. Damit dem Beispiel des Maschinenbauers weitere folgen, haben die Mündener schon mit nordhessischen Unternehmen gesprochen.

Eine zentrale technische Voraussetzung im Hafen ist ein fest installierter Kran. Sobald ein Geschäftsplan für den Hafen vorliege, will die Stadt beim Land Niedersachsen einen Zuschuss für den Kran beantragen, so Jörg Hartung von der WWS in Hann. Münden.

Erstes Ergebnis einer von den Versorgungsbetrieben in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie: Es gibt genügend mögliche Kunden und die Wirtschaftsförderer stehen in aussichtsreichen Verhandlungen mit einem möglichen Betreiber. Es handele sich um einen großen Logistiker.

Von Helmut Krischmann

Quelle: HNA

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