Qualvoller Tod zweier Einwanderer in Lkw: Es war Herzversagen

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Fulda. Die beiden Männer, die von einem griechischen Fernfahrer am Sonntag in einer mannshohen Kabeltrommel tot auf der Ladefläche seines Sattelzuges bei Burghaun (Kreis Fulda) gefunden wurden, sind an Herzversagen gestorben.

Das erklärte am Dienstag der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Fulda, Harry Wilke, auf Nachfrage unserer Zeitung, nachdem beide Leichen am Montag obduziert worden waren. In der Kabeltrommel, die von außen verschlossen war, hätten saunaähnliche Bedingungen geherrscht. Durch die Hitze sei es zum Herzversagen gekommen, so der obduzierende Gutachter.

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Er schätzte das Alter des einen Mannes auf zwischen 20 und 25 Jahre, das des anderen auf etwa 30 Jahre. Laut Wilke wird wegen des starken Verwesungszustandes beider Leichen kaum noch zu klären sein, woher die Männer stammen. Wilke: „Es gibt keine Hinweise auf die Nationalität.“ Auch bleibe mutmaßlich ungeklärt, wann die Männer gestorben sind.

Dennoch ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter und will die Route der beiden Lkw feststellen, die die Kabeltrommeln vom griechischen Patras nach Südniedersachsen bringen sollten und von zwei griechischen Lkw-Fahrern in Venedig übernommen worden waren. Ganz sicher ist sich die Staatsanwaltschaft aber, dass beide Männer mindestens einen Helfer gehabt haben müssen, um in die Kabeltrommel zu kommen. Einige Indizien sprächen klar dafür, dass es sich um illegale Einwanderer gehandelt habe. (jum)

Quelle: HNA

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