Organspende: Grüttner wirbt für Widerspruchs-Lösung

Wiesbaden. Der hessiche Sozialminister Stefan Grüttner hat gefordert, bei der Organspende die erweiterte Widerspruchslösung einzuführen.

Dies würde bedeuten, dass grundsätzlich jeder Hirntote für eine Organspende infrage käme, es sei denn, er oder Angehörige würden dem widersprechen.

Bislang können Bundesbürger mit Hilfe eines Organspendeausweises ihre Bereitschaft zur Organspende bekunden. Liegt keine schriftliche Einwilligung vor, können auch Angehörige entscheiden.

In der Regel sind aber nur ein Prozent aller Todesfälle geeignet für eine Organspende, so die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO). Umso wichtiger sei es, genügend Spendenwillige zu haben.

Die DSO will am Samstag, 4. Juni, beim Tag der Organspende verstärkt auf die Problematik hinweisen. Die zentrale Veranstaltung findet diesmal in Frankfurt statt. (wet)

Quelle: HNA

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