Umstieg auf E10-Treibstoff nicht vorgeschrieben - 500 Fahrzeuge in Nordhessen

Polizei tankt, was sie will

Kein Muss für Hessens Polizeiwagen: E10-Kraftstoff. Foto: dpa

Kassel. Hessens Polizisten dürfen weiter selbst entscheiden, welchen Kraftstoff sie in ihre Dienstwagen füllen. Es gibt weder eine Anweisung, den umstrittenen, aber preiswerteren Biosprit E10 zu tanken, noch das Gebot, normalen Kraftstoff einzufüllen. Knapp 4000 Fahrzeuge stehen im Fuhrpark der Hessen-Polizei. Der überwiegende Teil fährt sowieso mit Diesel.

Dagegen ist es Schleswig-Holsteins Polizisten aus Angst vor Motorschäden nicht erlaubt, Biosprit E10 in Streifenwagentanks zu füllen. Anweisung des Landespolizeiamtes in Kiel: 160 Fahrzeuge müssen mit Super betankt werden, alle anderen sind auch dort Diesel-Fahrzeuge. In Hessens Nachbarland Niedersachsen gibt es keine Anweisung, welcher Sprit in Polizeifahrzeuge getankt werden soll. 90 Prozent der 4200 Fahrzeuge sind dort Diesel.

Ähnlich die Situation in Nordhessen: Von den hier stationierten rund 500 Polizeiwagen sind nur noch 69 Benziner. 67 davon vertragen den Biosprit E10, erklärte der Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen, Wolfgang Jungnitsch, gestern in Kassel. Nur zwei ältere Modelle des Fuhrparkes würden sich am E10-Treibstoff „verschlucken“, würden sie damit gefahren.

Die nordhessische Polizei hat die E10-Verträglichkeit der Fahrzeuge getestet und dennoch keine Anweisung herausgegeben, was in die Benziner zu füllen ist.

Streifenwagenbesatzungen tanken übrigens nicht zentral, sondern dann, wenn es notwendig erscheint, an ganz normalen Tankstellen. Bezahlt wird mit einer Tankkarte, die den jeweiligen Fahrzeugpapieren beiliegt.

Von Jürgen Umbach

Quelle: HNA

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