Nach Skandal: Privathochschule EBS will Geschäftsgebaren überprüfen

Wiesbaden. Die private European Business School (EBS) will nach dem Rausschmiss ihres Präsidenten Christopher Jahns ihre Regeln zum Geschäftsgebaren überprüfen.

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Es werde eine Kommission eingesetzt, die das entsprechende Regelwerk überprüfen und weiterentwickeln solle, teilte die EBS-Trägerstiftung am Freitag in Wiesbaden mit.

Die Stiftung, in deren Vorstand zahlreiche Top-Vertreter der deutschen Wirtschaft versammelt sind, erklärte außerdem ihre Unterstützung für die Entscheidungen des EBS-Aufsichtsrats in Sachen Jahns. Der unter Untreueverdacht stehende Professor war mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführer abberufen und auch sein Dienstverhältnis mit der EBS beendet worden. J

ahns hat dagegen rechtliche Schritte angekündigt. Aufsichtsratschef Hellmut Albrecht, der gleichzeitig auch Vize im Stiftungsvorstand ist, hatte den Rauswurf mit den negativen Auswirkungen auf die Reputation der Hochschule und möglichen finanziellen Schäden begründet. Mit der Gründung einer juristischen Fakultät will die EBS zur Universität aufsteigen. Sie wird dabei vom Land Hessen und der Stadt Wiesbaden massiv finanziell unterstützt.

 Die Stiftung entsendet zudem nach eigenen Angaben zwei Mitglieder in die Kommission, die einen neuen Präsidenten aussuchen soll. Das Präsidentenamt hatte Jahns am Dienstag selbst niedergelegt. Am Montag war er in Frankfurt verhaftet und nur unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Ihm wird vorgeworfen, rund 180 000 Euro aus der Hochschulkasse in eigene Firmen geleitet zu haben. (lhe)

Link zur EBS-Universität für Wirtschaft und Recht

Quelle: HNA

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