Im Knüll 3,3 Prozent mehr Übernachtungen

Region hofft auf mehr Gäste

Schwalm-Eder. Hessens Urlaubsregionen erwarten für dieses Jahr auch durch das Sommergeschäft wieder einen Zuwachs bei den Gästezahlen. „Zusammen mit den Geschäftsreisen rechnen wir in 2010 mit einem schönen Plus“, sagte der Geschäftsführer der für das Tourismusmarketing zuständigen Hessen Agentur, Jürgen Illing.

Ob Großstadt oder ländliche Region - überall hofft man auf zahlungskräftige Besucher. Im nordhessischen Knüllgebirge sind die Übernachtungszahlen zuletzt um 3,3 Prozent gestiegen, wie Birgit Naumann von der Knüll- Touristik sagte. „Auch in diesem Sommer wird die Auslastung in einigen Häusern gut sein, wie ich erfahren habe.“

Mehr Anfragen

Auch im Waldecker Land gingen im Vergleich zum Vorjahr mehr Buchungsanfragen ein, wie Geschäftsführer Klaus Dieter Brandstetter vom Touristik-Service in Korbach sagte. „Wenn das Wetter dann mal endlich mitspielt, wird die Sommersaison für uns mindestens so gut wie 2009 und eher noch besser.“ Die Nordhessen sehen ohnehin einen positiven Trend. Der im Landkreis Waldeck-Frankenberg durch Tagestouristen und Übernachtungsgäste erwirtschaftete Bruttoumsatz stieg 2009 um rund 15 Millionen auf 715 Millionen Euro.

Die Gäste kommen zu rund 80 Prozent aus dem Inland, die meisten ausländischen Gäste strömen aus den Niederlanden herüber und bevölkern vorzugsweise den Edersee und das Upland.

200 000 Arbeitsplätze

In der Rhön beispielsweise lassen Übernachtungsgäste durchschnittlich 119 Euro pro Tag da - vor zehn Jahren waren es noch 85 Euro. In Rüdesheim sind es 90 Euro, an der Bergstraße im Durchschnitt 115 Euro. Der Bruttoumsatz im hessischen Tourismus wird auf etwa zehn Milliarden Euro geschätzt. Er bietet 200 000 Vollzeitarbeitsplätze. (lhe)

Von Joachim Baier

Quelle: HNA

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