Runder Tisch zur Werraversalzung übergibt Abschluss-Empfehlung

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Philippsthal. In Philippsthal ist gestern offiziell die Abschluss-Empfehlung des Runden Tisches zur Werraversalzung an die hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger und ihren thüringischen Amtskollegen Jürgen Reinholz übergeben wurden.

Begleitet wurde die Zeremonie in der Orangerie von einer eindrucksvollen Kundgebung von etwa 400 Kali-Kumpeln und Auszubildenden, die für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und die Zukunftssicherung der Region demonstrierten.

„Haben Sie Verständnis für die Region, Ökonomie und Ökologie müssen zusammen passen“, appellierte K+S-Betriebsrat Harald Döll und bat um „eine Chance für die Zukunft.“

Einhelliges Lob wurde der Arbeit des Runden Tisches gezollt, über die dessen Leiter, Prof. Dr. Hans Brinckmann ausführlich berichtete. „Der Runde Tisch ist zu einem Netzwerk geworden“, stellte er fest und lobte das Gremium als „arbeitsfähig und -willig“.

Er betonte, dass der Erhalt der Kali-Arbeitsplätze stets oberste Priorität gehabt habe, die sich auch in der Empfehlung des Gremiums widerspiegle. „Es gibt Grenzen der Machbarkeit und der Wirtschaftlichkeit“, machte Brinckmann klar. Darauf hob auch K+S-Vorstandsmitglied Gerd Grimmig ab.

Er betonte, dass sich sein Unternehmen keineswegs der Diskussion um eine standortferne Entsorgung – also um den Bau der vom Runden Tisch favorisierten Pipeline zur Nordsee – entziehe. Er warnte aber nachdrücklich davor, „alles auf die Karte Nordsee-Pipeline“ zu setzen, weil es dazu noch viele offene Fragen gebe.

Eine Fernleitung müsse „ökologisch sinnvoll, verhältnismäßig und wirtschaftlich vertretbar“ sein. Während sich Silke Lautenschläger eher diplomatisch zur Pipeline äußerte und erklärte, „zuerst ist der Verursacher“, also K+S, gefordert, machte ihr Thüringer Kollege Reinholz die Alternative sehr klar: Ohne Einhaltung der europäische Wasserrahmenrichtline werde es in Zukunft keine weiteren Genehmigungen geben. 

Quelle: HNA

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