Weitere Netzlücken sollen bald geschlossen sein

Schnelles Internet wird teuer erkauft

Kleines Teil, große Wirkung: Mit USB-Sticks (etwa fünf Zentimeter lang) geht es ins Netz.

Fritzlar. Im Schwalm-Eder-Kreis sollen ab Dezember weitere Lücken im Internet-Zugang geschlossen werden. In einigen unterversorgten Gebieten wird in den kommenden Wochen dann auch schnelles Internet möglich sein. Ende des Jahres werden in Borken, Frielendorf, Niedenstein und Fritzlar relativ hohe Übertragungsraten bis zu 50 Mbit/s möglich sein.

Der Zugang zu diesen Netzen aber hat auch seinen Preis: Je nach Anbieter dürften pro Monat zwischen 40 und 70 Euro zu zahlen sein. Vergleichbare Kabellösungen kosten etwa die Hälfte. In Hessen sind noch rund 1400 Orte unterversorgt.

Die Mobilfunkunternehmen Telekom, Vodafone und O2 wollen bis Ende 2011 deutschlandweit dafür sorgen, dass es keine weißen Flecke mehr auf der Internet-Landkarte gibt. Für den Schwalm-Eder-Kreis hat bisher nur Vodafone Ausbaupläne veröffentlicht. „Jeder, der unser Handysignal empfängt, wird dann auch unser schnelles Internet nutzen können“, sagt Vodafone.

Um das Angebot nutzen zu können, müssen Verträge neu geschlossen oder erweitert werden. An vorhandene Computer oder Laptops (mobile Computer) werden sogenannte USB-Sticks angeschlossen. Mit dem Stick wird es möglich sein, bis zu 50 Mbit/s schnell zu surfen. Damit laden sich Internetseiten relativ schnell. Außerdem erhöht sich die Geschwindigkeit beim Download (Speichern) von Dateien wie Musik, Videos und Bilder.

Der Internetzugang funktioniert prinzipiell genauso wie ein Mobiltelefon: Nutzer erhalten eine sogenannte SIM-Karte (Subscriber Identity Module), legen sie statt in ein Handy in den USB-Stick ein, aktivieren ihn mit dem PIN-Code (Persönliche Identifikationsnummer), laden ein Programm und können dann im im Internet Daten einsehen.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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