Vorschlag nach Zuschusskürzung des Landes – Später höhere Fahrpreise?

NVV spart an RT-Taktzeit

NVV-Fahrplan im Smartphone: Am Takt der Regiotrams soll gespart werden. Foto: Archiv

Kassel. Um 2,4 Prozent hat der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) seine Preise im Dezember angehoben. Ob bei nächster Gelegenheit unter dem Spardiktat gekürzter Landeszuschüsse deutlich kräftiger zugelangt wird, bleibt offen.

Klar hingegen sind Sparbeschlüsse, welche die NVV-Geschäftsführung heute dem Aufsichtsrat des Verbunds vorlegt: Die 30-Minuten-Taktung der Regiotramlinien zwischen Kassel hier sowie Wolfhagen, Hofgeismar und Melsungen am anderen Ende der Strecke soll aufs Wartegleis. Den Halbstunden-Takt und im Kasseler Norden, wo RT 3 und 4 streckenweise parallel laufen, sogar den 15-Minuten-Takt, will der NVV nun nicht mehr zum Fahrplanwechsel Ende 2012. Ein Jahr verschoben, lässt der NVV wissen.

Um jährlich 20 Millionen Euro hat das Land ursprüngliche Zusagen für Hessens Verkehrsverbünde gekürzt. Auf den NVV schlug das fürs laufende Jahr mit acht Millionen durch. Für 2012 hat der NVV-Aufsichtsrat seiner Verwaltung deshalb eine zehnprozentige Haushaltssperre verordnet. Die soll 1,2 Mio. Euro sparen helfen. Zusammen mit noch nicht verbrauchten Landesmitteln könnte sich der NVV damit übers Jahr retten, ohne Kunden die Tickets teurer zu machen oder das ÖPNV-Angebot zurückzufahren.

Für kommendes Jahr allerdings muss sich der NVV mehr einfallen lassen: „Wenn die Millionenkürzung weiter im Raum stehenbleibt, geht das nur über höhere Fahrpreise oder Angebotsreduzierung“, hieß es gestern auf Anfrage unserer Zeitung aus der Zentrale des Verkehrsverbundes.

Ein zweite Sparrunde haben Geschäftsführung und Aufsichtsrat bereits für Juni vereinbart.

Von Wolfgang Riek und Jürgen Umbach

Quelle: HNA

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