Stärker aus dem Keller als erwartet

SPD-Chef geht nach Kommunalwahl optimistisch in die Zukunft

Wiesbaden. Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel kann dem bislang schlechtesten Kommunalwahlergebnis seiner Partei durchaus Positives abgewinnen. Mit über 30 Prozent landesweit sei man stärker aus dem Keller herausgekommen als er erwartet habe, sagte der SPD-Politiker im Interview mit der der HNA:

"Wir sind optimistisch". Die Partei habe die Uhr nicht 2006, sondern 2009 auf Null gestellt, als sie in der Landtags- und der Bundestagswahl nur knapp über 23 Prozent der Stimmen bekam. Schäfer-Gümbel gab zu, dass die SPD die Menschen mit ihren Themen bisher nicht erreicht hat.

Der Vertrauensverlust sei noch zu groß, vor allem in den Großstädten Frankfurt und Darmstadt, wo die SPD nur 21 Prozent holte, gebe es noch viel zu tun. Die Konzepte seien da, bei der Vermittlung seien indes noch Zuspitzung und auch neue Wege gefragt.

Das betreffe vor allem die Themen Erneuerbare Energien, Bildungsgerechtigkeit und sozialer und beruflicher Aufstieg. Für die Landtagswahl 2013 hat der Parteivorsitzende das Ziel benannt: "Wir wollen stärkste Fraktion werden." (wet)

Das Interview mit Thorsten Schäfer-Gümbel lesen Sie morgen, Donnerstag, in der gedruckten Ausgabe der HNA

Quelle: HNA

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