Selbst der Steuerzahlerbund hält die Kontaktpflege-Veranstaltung für angemessen

60 Sponsoren fürs Hessenfest

Wenn der Hessenlöwe in Berlin brüllt, kommen Tausende - laut Land muss der Steuerzahler fürs Hessenfest aber kaum bluten.

Wiesbaden. Wenn in den Landesvertretungen in Berlin gefeiert wird, sind Sponsoren gefragt. Beim hessischen Fest, das in der vergangenen Woche rund 2000 Gäste angezogen hat, haben 60 namhafte Unternehmen und Organisationen ihren Obolus beigesteuert - in Form von Geld oder Naturalien wie Bratwurst, Kartoffelsalat, Ahler Wurscht und Getränken. Sie alle dürfen sich präsentieren und sei es mit ihrem Logo auf der Einladungskarte.

„Der weit überwiegende Teil der Kosten wird durch eine große Zahl von Sponsoren gedeckt“, so Jutta Kehrer, Pressesprecherin der Landesvertretung. Summen allerdings will sie nicht nennen, „zumal noch nicht alle Rechnungen gestellt sind“. Für das Land jedenfalls sei das Sommerfest ein Erfolg gewesen und am Steuerzahler werde kaum etwas hängen bleiben.

„Offensichtlich im Rahmen“

Auch wenn das wenig konkret ist: Selbst der Steuerzahlerbund hat nichts gegen das traditionelle Fest, das schon zu Bonner Zeiten gefeiert wurde und bei dem Regierung wie Opposition vertreten sind. „Es dient der Kontaktpflege und der Imageförderung für unser Bundesland“, so der hessische Vorsitzende Ulrich Fried, der auch auf die Sponsoren verweist. Offensichtlich hielten sich Bewirtung und Unterhaltungsprogramm im Rahmen. „Kontaktpflege ist nun mal wichtig und sie kostet auch Geld“, meint Fried, der übrigens nicht eingeladen war.

Von Petra Wettlaufer-Pohl

Quelle: HNA

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