500 Eisenbahner legten ihre Arbeit nieder

Streik wirkte bis in die Abendstunden

Warten auf die Bahn: Reisende am Bahnhof in Frankfurt. Foto: dpa

Frankfurt. Viele Züge sind massiv verspätet, Tausende Pendler warten auf ihre Züge, Fernreisende stehen am Info-Schalter Schlange: Die Warnstreiks im regionalen Bahnverkehr haben am Dienstag auch in in Hessen deutlich Wirkung gezeigt.

Dort hatten die Gewerkschaften Transnet und GDBA nach eigenen Angaben einen der bundesweiten Schwerpunkte gesetzt, um in der Tarifauseinandersetzung mit der Deutschen Bahn und ihren privaten Konkurrenten den Druck zu erhöhen.

500 Eisenbahner waren demnach in ganz Hessen mehrere Stunden im Ausstand. Die Deutsche Bahn berichtete: „Die Zulaufstrecken zum Knoten Frankfurt sind weitgehend unterbrochen.“ Das treffe unter anderem die ICE-Strecken nach Stuttgart, Basel, Leipzig, Dresden, Berlin und Hamburg. Einige Züge fielen ganz aus, andere fuhren mit mehr als zwei Stunden Verspätung.

Entsprechend voll war es am Frankfurter Hauptbahnhof. Vor allem Menschen, die aus dem Urlaub zurückkehrten, strandeten dort und konnten zunächst nicht weiterreisen. Gegen 9 Uhr beendeten die Gewerkschaften die Warnstreiks. Wegen der langen Strecken „tragen ICE die Verspätungen bis gegen Abend vor sich her“.

Zunächst sind keine weiteren Streiks geplant. Man wolle nun die Verhandlungen abwarten. Es seien „deutliche Signale“ an die Arbeitgeberseite, die der Privatbahnen und die der DB, gesandt worden. Sollten die „deutlichen Signale“ nicht verstanden worden sein, würden „die Aktionen fortgesetzt“, heißt es in einer Mitteilung von GDBA und Transnet. (lhe/ska)

Quelle: HNA

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