Über 1 Mio. Besucher: Bilderbuch-Abschluss für den Hessentag

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Teilnehmer des Festzuges.

Stadtallendorf. Zehntausende Zuschauer haben am Sonntag bei hochsommerlichen Temperaturen den Abschluss des Hessentags in Stadtallendorf gefeiert. An dem insgesamt zehn Kilometer langen und mehrere Stunden dauernden Festzug durch die Gastgeberstadt nahmen rund 3400 Menschen teil.

Unterm Strich besuchten an den zehn Tagen rund 1,08 Millionen Menschen die mehr als 900 Veranstaltungen des Jubiläums-Landesfests und damit deutlich mehr als die rund 750 000 zuvor erwarteten Besucher.

Für Roland Koch (CDU) war es der zwölfte und letzte Hessentag als Ministerpräsident. Allein zum Abschluss am Sonntag waren nach Angaben Hessentagsbüros der Staatskanzlei geschätzt 110 000 Besucher in die mittelhessische Stadt gekommen. Der besucherstärkste Tag war Fronleichnam mit 190 000.

Als Besuchermagneten hätten sich die Landesausstellung mit 460 000 Gästen und das Erlebnisgelände „Natur auf der Spur“ mit mehr als 250 000 Besuchern erwiesen. Bei strahlendem Sonnenschein verfolgte Ministerpräsident Koch gemeinsam mit Kabinettskollegen und weiterer Politprominenz den Umzug von der Ehrentribüne aus. Musikanten, Trachtengruppen, zahlreiche Motivwagen und weitere Vertreter aus allen Teilen Hessens zeigten die Vielfalt das Landes.

Koch winkte den Teilnehmern zu und klatschte im Takt der Musik. Ganz zu Beginn griff er selbst zum Taktstock und dirigierte das Landespolizei-Orchester. Zahlreiche Abordnungen überbrachten Geschenke und verabschiedeten sich vom Landesvater. Der Ministerpräsident lobte während des Festzugs die „ausgezeichnete Stimmung“.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa zeigte er sich zuversichtlich, dass der Hessentag nach seinem Abschied aus der Politik „sehr kontinuierlich“ fortgesetzt werde. „Ich rate davon ab, an den Grundprinzipien zu rütteln“, betonte er und fügte hinzu: „Der Hessentag ist ein Gewinn für das Land und für die Stadt, die ihn ausrichtet.“

Koch lobte auch die Gastgeber in Stadtallendorf und ihre mehr als 2000 freiwilligen Helfer. Der Hessentagsbeauftragte der Landesregierung, Heinrich Kaletsch, sagte im dpa-Interview, für die diversen Veranstaltungen seien 96 000 Tickets verkauft worden, „das ist das zweitbeste Ergebnis überhaupt.

Es war für jeden Geschmack etwas dabei“. Zu Gast waren unter anderem die US-Sängerin Pink, die Fantastischen Vier und Silbermond. Als letzter Höhepunkt stand am Abend noch das vor einer Woche ausgefallene Konzert der norwegischen Pop-Gruppe a-ha auf dem Programm.

Erfreut zeigte sich Kaletsch auch darüber, dass sich in diesem Jahr so viele Besucher für den öffentlichen Nahverkehr entschieden hätten wie bei keinem Hessentag zuvor. Größter Veranstalter vor Ort war den Angaben des Hessentagsbüros zufolge der Hessische Rundfunk mit mehr als 80 Veranstaltungen und insgesamt 230 000 Zuschauern.

Der Hessentag wurde 1961 erstmals ausgerichtet und diente anfangs als Integrationsfest für das nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffene Bundesland. In Stadtallendorf zeigte eine Ausstellung die Geschichte des größten Landesfests Deutschlands. Der nächste Hessentag findet 2011 in Oberursel vor den Toren Frankfurts statt. (dpa)

Quelle: HNA

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