Dreckschleuder als Dienstwagen? Umwelthilfe droht Minister mit Klage

Kassel. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Hessens Innenminister haben sich wegen des Dienstwagens von Boris Rhein (CDU) in den Haaren. Die DUH hatte den Politiker wegen des Ausstoßes von 353 Gramm Kohlendioxid seines Audi A 8 pro Kilometer an die Negativspitze aller deutschen Minister gesetzt.

Gefolgt von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), der laut DUH einen VW Phaeton mit 450 PS und 348 Gramm CO2 pro Kilometer nutzt.

Nachdem die DUH ihre Dienstwagen-Bewertung am Wochenanfang veröffentlicht hatte, reagierte Rhein mit der Entgegnung, sein Dienstwagen blase weniger als 200 Gramm CO2 pro Kilometer in die Luft und warf der Umwelthilfe falsche Datenerhebung vor. Das wertete die DUH am Mittwoch als „misslungenen Versuch einer Retourkutsche“ und verlangte bis zu Donnerstag die Rücknahme von „nachweislich falschen“ Aussagen.

DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch fuhr schweres Geschütz auf: „Notfalls werden wir nicht zögern, den Sachverhalt vor Gericht klären zu lassen.“ Das war auch schon Ex-NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) widerfahren. Damals gewann die DUH. Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier soll laut DUH zunächst versucht haben, durch falsche Angaben eine günstigere Einstufung zu erreichen. (jum)

Quelle: HNA

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