Vereinbarung betont Verantwortung der Schule

Unterricht mit Offizier nun geregelt

Ministerin Henzler wollte es gern schwarz auf weiß. Foto: dpa

Wiesbaden. Die seit Langem angekündigte Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kultusministerium und der Bundeswehr ist unter Dach und Fach. Sie regelt die Voraussetzungen, unter denen Jugendoffiziere in den weiterführenden Schulen über friedens- und sicherheitspolitische Fragen informieren und mit den Klassen diskutieren.

Daran hatte sich im Vorfeld Kritik vonseiten der Gewerkschaft GEW, der Linkspartei, der Schülervertretung und auch der Kirche entzündet. Sie fürchteten, der Bundeswehr könne eine Sonderrolle zugewiesen werden. Das Hessische Kultusministerium hatte jedoch schon früher erklärt, es gehe darum, seit Jahrzehnten geübte Praxis zu festigen.

Keine Nachwuchswerbung

In dem zweiseitigen Papier heißt es, die Jugendoffiziere der Bundeswehr könnten, wie auch Vertreter anderer Organisationen, in den Unterricht eingeladen werden, wenn es inhaltliche Anknüpfungspunkte an den Lehrplan gebe. Verantwortlich dafür, dass nicht einseitig informiert werde, sei die Schule.

Nachwuchswerbung ist ausgeschlossen, wobei auch Jugendoffiziere betonen, dass dies explizit nicht ihre Aufgabe sei. Für Hessen gibt es sechs Jugendoffiziere, die in Fritzlar, Wetzlar, Frankfurt und Mainz stationiert sind. Vereinbarungen wie die hessische gibt es auch in weiteren Bundesländern.

Anders als zuvor gesagt, wird auch die Einbindung der Jugendoffiziere in die Refrendarausbildung befürwortet. Auch das, so ein Sprecher des Kultusministeriums gestern, sei nichts Neues.

Von Petra Wettlaufer-Pohl

Quelle: HNA

Kommentare