Noch kein Träger unter islamischen Vereinen

Unterrricht für Muslime ab 2013

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Wiesbaden. Die geplante Einführung eines islamischen Religionsunterrichts in Hessen zieht sich hin. Die Suche nach einem Träger für den Unterricht unter den islamischen Vereinen dauere an, erklärte Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) am Dienstag in Wiesbaden.

Sollten die Gespräche scheitern, werde wie geplant ein Islamkundeunterricht eingeführt. Damit bleibe es beim festgelegten Zeitplan, bekräftigte Hahn, der auch FDP-Landesvorsitzender ist. Danach soll den muslimischen Schülern spätestens bis zum Schuljahr 2013/14 ein religiöses Angebot gemacht werden.

Die FDP präsentierte am Dienstag ihre Forderungen an den möglichen Träger des Unterrichts. Die Partei hatte dazu bereits auf ihrem Parteitag am 19. Juni in Künzell mehrere Beschlüsse gefasst. Darin wird Verfassungstreue des Trägers gefordert, unter anderem solle er sich zur Gleichberechtigung und Religionsfreiheit bekennen. Die Anerkennung als öffentlich-rechtliche Körperschaft hingegen sei wünschenswert, aber nicht zwingend.

Die FDP verlangt zudem, möglichst bald mit der Lehrerausbildung zu beginnen. Die Landesregierung strebt einen Unterricht in deutscher Sprache an, der die islamischen Schüler denen anderer Konfessionen gleichstellen würde. Dazu braucht die Regierung einen festen Ansprechpartner bei den islamischen Verbänden. Bis Ende des Jahres soll dieser feststehen. (lhe)

Quelle: HNA

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