Warnstreik der Bahn beendet

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Kassel/Frankfurt/Main. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA haben ihre Warnstreiks am Dienstagvormittag beendet. An den Arbeitsniederlegungen im Regionalverkehr hatten sich am Morgen rund 1600 Eisenbahner beteiligt. Auch Nordhessen und Südniedersachsen waren betroffen.

Bestreikt wurden die Regionalverkehrstochter der Deutschen Bahn sowie mehrere Privatbahnen. Auch wichtige Fernverbindungen der Bahn waren zeitweise unterbrochen. Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass es noch bis in den Abend hinein zu Behinderungen kommen wird.

Vom Ausstand bei der Bahn am Dienstagmorgen waren auch Nordhessen und Südniedersachsen betroffen. Unter anderem wurden die Stellwerke in Steinau an der Straße und in Körle bestreikt. Das machte sich auf den Strecken Kassel-Frankfurt, Kassel-Bebra und Melsungen-Bebra bemerkbar, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Transnet.

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Auch auf der Strecke von Guxhagen nach Melsungen fuhr kein Zug. Dazu zählten auch zwei Linien der Regiotram: die RT5 auf der Strecke Kassel - Melsungen und die RT9 von Kassel nach Treysa.

Die Warnstreiks bei der Bahn führten am Dienstag vor allem südhessischen Raum zu Zugausfällen und großen Verspätungen. Am Frankfurter Hauptbahnhof bildeten sich am Morgen lange Schlangen vor den Informationsschaltern der Bahn, wie Reisende berichteten. Vor allem Menschen, die aus dem Urlaub zurückkehrten, strandeten in Frankfurt und konnten nicht weiterreisen.

Nach Hamburg fuhren keine Züge mehr, nach München nur mit Verspätungen von bis zu zwei Stunden. Betroffen waren ICE-Züge ebenso wie Regionalbahnen. Der S-Bahn-Verkehr hatte sich nach einer ersten Aktion am Morgen, bei der ein Stellwerk in Frankfurt-Ginnheim bestreikt wurde, wieder normalisiert. Von dieser Aktion waren die Main-Weser-Bahn sowie die S-Bahn-Linie 6 zwischen Frankfurt und Friedberg betroffen, wie ein Bahnsprecher mitteilte.

Nur ein Zug fiel im Werra-Meißner-Kreis aus

Werra-Meißner-Kreis. Von den Streiks der Mitarbeiter von Deutscher Bahn und Privatbahnen war der Werra-Meißner-Kreis kaum betroffen. Nach Angaben des Nordhessischen Verkehrsverbunds fiel nur ein Zug aus. Dabei handelte es sich um den Regionalexpress der deutschen Bahn, der um 8.04 Uhr von Kassel-Wilhelmshöhe nach Halle starten sollte. Reisende in Witzenhausen wurden per Durchsage darauf hingewiesen, dass sie in Eichenberg umsteigen müssen, wenn sie Richtung Heiligenstadt fahren wollen.

Bahn-Warnstreik in Niedersachsen zeigte Wirkung

Der Warnstreik bei der Bahn hat sich am Dienstag auch auf Niedersachsen ausgewirkt. In Hannover hatten nach Auskunft der Deutschen Bahn (DB) rund zehn Fernverkehrszüge am Vormittag Verspätungen zwischen 30 Minuten und zwei Stunden. Betroffen waren Züge aus dem Süden auf der Fahrt Richtung Norden.

Am Dienstagmorgen wurde ein Stellwerk in Magdeburg bestreikt. Dadurch kam es zu einzelnen Zugausfällen auf der Strecke Braunschweig - Magdeburg. Bei der NordWestBahn (NWB) fielen nach Angaben einer Sprecherin auf der Strecke Osnabrück - Vechta - Bremen im Laufe des Vormittags insgesamt sieben Züge aus. Zwei weitere Züge fuhren planmäßig.

Im Regionalverkehr und bei der S-Bahn in der Region Hannover gab es nach DB-Angaben keine Zugausfälle. Auf der Strecke der NWB dauerte die Aktion laut der Bahn-Gewerkschaft Transnet bis circa 9.30 Uhr. In allen anderen Bereichen sollte die Arbeitsniederlegung bis längstens 11 Uhr fortgeführt werden. (dpa)

Quelle: HNA

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