Warnstreiks bei Bus und Bahn in Hessen

Frankfurt/Main. Schlechte Nachrichten für Pendler in Hessen: Nicht nur die Lokomotivführer der Hessenbahn haben am Montag ihre Arbeit niedergelegt, auch die Busfahrer privater Verkehrsgesellschaften sind in einen unangekündigten Warnstreik getreten.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten der Betriebe In-der-City-Bus, Alpina und Autobus Sippel dazu auf, ihre Arbeit den ganzen Tag ruhen zu lassen. Die Warnstreiks hätten mit der Frühschicht am frühen Montagmorgen begonnen, sagte ein Verdi-Sprecher. „Es betrifft das gesamte Rhein-Main-Gebiet.“

Bei den Lokführern der Hessenbahn, der HLB Basis AG und der Vectus Verkehrsgesellschaft sollte der Warnstreik vier Stunden - von 4.30 bis 8.30 Uhr - dauern, wie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mitteilte.

Die Unternehmen betreiben unter anderem Strecken zwischen Limburg und Wiesbaden oder Frankfurt und Königstein. Auf welchen Strecken genau die Lokomotivführer ihre Arbeit niederlegen und wie viele Züge betroffen sind, konnte eine GDL-Sprecherin auf Anfrage zunächst nicht sagen.

Mit den Warnstreiks wollen beide Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, Tarifgespräche wieder aufzunehmen. Die GDL fordert vom Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen (AGVDE) für die betroffenen Beschäftigten eine Anpassung der Gehälter an das, was die Deutsche Bahn ihren Lokführern zahlt. Das seien rund 20 Prozent mehr, kritisiert die GDL.

Verdi fordert vom Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer für die etwa 2000 Beschäftigten bessere Arbeitsbedingungen - unter anderem weniger unbezahlte Stand- und Pausenzeiten - und mehr Geld. Laut Verdi waren die letzten Tarifgespräche im Dezember 2009 ergebnislos abgebrochen worden.

Quelle: HNA

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