SPD will „TSG“ früh für Landtagswahl nominieren

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Wiesbaden. Noch zweieinhalb Jahre bis zur nächsten Landtagswahl, doch Hessens Sozialdemokraten werden voraussichtlich schon beim Landesparteitag am 8. November in Kassel über die Spitzenkandidatur entscheiden.

Bislang hat niemand bezweifelt, dass Partei- und Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel (41) erneut auf den Schild gehoben werden soll. SPD-Generalsekretär Michael Roth wollte am Montag zwar den Eindruck vermeiden, es sei alles entschieden, bevor die Partei das letzte Wort hat; sein Hinweis auf einen ersten Beschluss für „TSG“ im Unterbezirk Kassel-Land zeigte jedoch die Richtung. Als Grund für eine schnelle Entscheidung nannte Roth die Erwartungshaltung in der Partei, die bei einem Treffen mit den Kreisvorsitzenden zum Ausdruck gekommen sei.

Auch werde es 2012 voraussichtlich keinen Parteitag geben, da 2013 zwei Landestreffen zur Listenaufstellung für die Landtags- und die Bundestagswahl 2013 nötig seien. Das könnte für die Partei zu spät sein. Denn die SPD verspricht sich vor allem einen strategischen Vorteil einer frühen Nominierung Schäfer-Gümbels, der dem politischen Gegner als selbstbewusster Kandidat entgegen treten soll. Innerhalb der CDU ist nach Einschätzung Roths keineswegs klar, ob sie mit Ministerpräsident Volker Bouffier antreten werde.

Er könne bislang keine Erfolge vorweisen. Schäfer-Gümbel hatte die Landtagswahl 2009 krachend verloren. Das lag aber weniger an ihm als daran, dass seine Vorgängerin Andrea Ypsilanti an der Regierungsbildung nach der Wahl 2008 gescheitert war. (wet)

Quelle: HNA

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