Ministerpräsident setzt auch auf fossile Energie

Windräder bald in Wäldern?

Will eine bezahlbare Energiewende: Volker Bouffier.

Wiesbaden. Nach der dritten Sitzung des hessischen Energiegipfels geht Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) davon aus, dass die Teilnehmer sich bis Oktober „zu beachtlichen Teilen“ darüber verständigen können, wie man die Energiewende in Hessen gestalten kann. Laut Bouffier wird diskutiert, Windkraftanlagen künftig auch im Wald zu erlauben.

Dann stünden in Hessen viel mehr potenzielle Flächen zur Verfügung. Auch über Verpflichtungen von Bauherrn, große Neubau-Dächer mit Fotovoltaik-anlagen auszustatten, sei gesprochen worden. Die FDP warnt allerdings davor, die Bürger zu bevormunden.

Bouffier betonte, für ihn sei die Frage des Energiepreises wegen des Wirtschaftsstandortes Hessen „von überragender Bedeutung“. Er bezweifelt, dass alternative Energien allein die Versorgung sichern können. Im Hinblick auf das umstrittene Kohlekraftwerk Staudinger sagte der Ministerpräsident in Richtung Opposition, er sei nicht bereit, eine „Milliardeninvestition hier nicht zuzulassen und dann zu sehen, wie sie woanders gebaut wird“.

Energiepass billiger

Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) kündigte an, dass die nächsten 3000 Hausbesitzer, die sich einen Energiepass für ihr Gebäude ausstellen lassen, nur noch die Hälfte der dafür geforderten 75 Euro zahlen müssten. Die andere Hälfte übernehme das Land. Ihr Ziel sei es, die Informationen über Energieeinsparungen und Energieeffizienz zu verbessern. (wet) Foto: dpa

Quelle: HNA

Kommentare