Immenhäuser Bürgermeister spricht morgen die Formel neu - Ähnliches passierte dem US-Präsidenten

Wort vergessen: Amtseid wird wiederholt

Turbulente Szenen: Im Dezember wurde Herbert Rössel (Mitte) als Bürgermeister vereidigt. Dabei gab es kleine Pannen. Links Stadtverordnetenvorsteher Erhard Siebert, rechts Rössels Vorgänger Andreas Güttler. Foto: Thiele

Immenhausen. Was haben der Bürgermeister von Immenhausen, Herbert Rössel, und US-Präsident Barack Obama gemeinsam? Beide verhaspelten sich bei ihrer Vereidigung, bei beiden hieß es: Wiederholen. Während der amerikanische Präsident das bereits vor einem Jahr erledigte, steht es dem nordhessischen SPD-Bürgermeister noch bevor. In der Stadtverordnetensitzung morgen ab 19 Uhr im Rathaussaal wird er ein weiteres Mal vereidigt. Dieses Mal wird der Eid von einem Textblatt abgelesen.

Bei der ersten Vereidigung im Dezember hatte Rössel das Wort „unparteiisch“ vergessen. Dies war aufmerksamen Zuhörern der Zeremonie aufgefallen. Die Sitzung war wegen einer Debatte über die Zukunft des Kindergartens der 7000-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Kassel gut gefüllt. Ein ähnliches Missgeschick war dem Ersten Stadtrat André Rittner passiert. Er hatte zwei Worte vertauscht. Auch er wiederholt morgen die Eidesformel.

Eigentlich ist Rössel im Sprechen von Texten geübt. Der 61-Jährige ist zwar zum ersten Mal Bürgermeister, hat aber als Lehrer, Stadtverordneter und Magistratsmitglied schon mehrere Eidesformeln gesprochen - und das jedes Mal korrekt. Die Vereidigung als Bürgermeister sei für ihn aber sehr aufregend gewesen. Mittlerweile lacht er wieder über sein Missgeschick. Und mit Blick auf Obama sagt er: „Das kann also auch anderen passieren.“ (kle/tty)

Quelle: HNA

Kommentare