Zahl der psychisch Kranken steigt

Uwe Brückmann

Kassel. Immer mehr Menschen in Hessen erkranken psychisch. Das hat Uwe Brückmann, Direktor des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen (LWV), am Mittwoch dargelegt. Als Gründe für die Zunahme dieser Erkrankungen um rund fünf Prozent nannte Brückmann den immer stärkeren Leistungsdruck in Schule und Arbeitswelt. Zudem komme es immer häufiger vor, dass soziale Bindungen wie Beziehungen und Freundschaften zerbrechen, was viele ebenfalls belaste. Für sie – genau wie für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen – sei der LWV ein Auffangnetz.

Am Haushaltsentwurf für das Jahr 2010, den Brückmann in die Verbandsversammlung eingebracht hat, wird jedoch deutlich: Der LWV steht vor einem Spagat, denn aufgrund der Wirtschaftskrise gibt es weniger Geld vom Land. Aus dem kommunalen Finanzausgleich werden voraussichtlich fast 14 Millionen Euro weniger fließen. Gleichzeitig wachsen jedoch die Aufgaben: Die Zahl der Menschen, die auf LWV-Unterstützung angewiesen sind, steigt voraussichtlich um 1200 auf 50 000 Menschen. Und gleichzeitig steigen die Personalkosten in den LWV-Einrichtungen der Behindertenhilfe um 13,1 Millionen Euro. Grund dafür: Tariferhöhungen in den Jahren 2008 und 2009. (alb) Foto: nh

Quelle: HNA

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