Frankfurts wichtigste Einkaufsmeile für 22 Millionen Euro aufgepeppt

Die Zeil in neuem Glanz

Viel Glas, neues Pflaster - ein frisches Gesicht für die Zeil: Morgen wird die in Tag- und Nachtarbeit sanierte Frankfurter Einkaufsmeile symbolisch freigegeben. Foto: dapd /Fisheye-Optik

Frankfurt. Pünktlich um 16 Uhr will Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) am morgigen Donnerstag das rote Band zerschneiden, um die auf 500 Metern neu gestaltete Einkaufsmeile Zeil symbolisch freizugeben.

Rund 22 Millionen Euro hat die Stadt zwischen Hauptwache und Konstablerwache investiert in neue Beleuchtung, ein Schmutz abweisendes helles Pflaster und ansprechende Pavillons in der Mitte, in denen man sich ums leibliche Wohl der Passanten kümmert.

Die großen Ketten und Kaufhäuser haben ebenfalls investiert, um noch mehr Kunden zu locken. Frank Albrecht, Präsident des Hessischen Einzelhandelsverbandes, meint, „die Wohlfühlqualität“ der Straße sei gestiegen. Vom Normalverbraucher bis zum Luxuskunden komme jeder auf seine Kosten.

Zu den auffälligen Immobilien auf der Zeil gehört schon seit Längerem der vom italienischen Architekten Massimiliano Fuskas entworfene Glaspalast „My Zeil“, der nach Angaben seiner Betreiber wöchentlich 300 000 Besucher anzieht. Umstritten ist in Frankfurt allenfalls der Name des Konsumtempels.

Rund 5000 Menschen beschäftigt der Einzelhandel auf der Meile, die eine der meistfrequentierten Einkaufstraßen der Republik ist. Laut Albrecht kalkuliert man in der Branche mit 150 000 Euro Umsatz pro Kopf im Jahr. Die Neugestaltung wird nach seiner Einschätzung sowohl auf Umsatz als auch Steuereinnahmen der 700 000-Einwohner-Stadt positiv auswirken.

Hauptwache: Loch soll weg

Ab 2012 soll dann noch die Hauptwache saniert werden. Sie ist zwar inzwischen vom Durchgangsverkehr befreit und erleichtert so das Flanieren Richtung Konstablerwache. Aber durch ihren S- und U-Bahn-Zugang wird sie immer noch als wenig attraktives Loch wahrgenommen.

Von Petra Wettlaufer-Pohl

Quelle: HNA

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