Minister Posch bittet Bahnchef um Einsicht

Zuschlag soll trotz Urteils weg

Bahnchef Rüdiger Grube

Wiesbaden. Trotz einer Niederlage vor Gericht bleibt Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) bei seiner Kritik an den Schalterzuschlägen der Deutschen Bahn.

Der Melsunger Politiker hat die Bahn jetzt aufgefordert, ihre Haltung in Sachen Bedienzuschlag zu überprüfen. Die Zufriedenheit der Kunden sollte mehr wert sein als die Einnahme von zwei Euro für den Verkauf einer Fahrkarte am Schalter, schrieb Posch in einem Brief an DB-Chef Rüdiger Grube. Das Wirtschaftsministerium in Wiesbaden hatte dagegen geklagt, dass die Bahn ihr „Schönes-Wochenende-Ticket“ am Schalter teurer verkauft als am Automaten. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel hatte der DB recht gegeben. Posch: „Der Bedienaufschlag trifft Bürger, die Computer und Automaten scheuen oder aufgrund von Beeinträchtigungen (...) nicht in der Lage sind, solche Geräte zu bedienen.“ Deshalb sollte die Bahn den Zuschlag abschaffen. (lhe)

Quelle: HNA

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