Flutkatastrophe von 2002 als TV-Geschichte

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Die Hochwasser-Katastrophe von 2002: Im sächsischen Grimma richeten die Wassermassen riesige Schäden an.

Wittenberg/Leipzig - Das Jahrhunderthochwasser von 2002 verwüstete weite Landstriche im Osten Deutschlands. Die schrecklichen Erinnerungen an die Wassermassen sollen jetzt in einem Fernseh-Drama noch einmal lebendig werden.

Die Menschen im Freistaat Sachsen waren am härtesten betroffen. Acht Jahre danach dreht die ARD ein TV-Drama um einen Bauernhof, über den die Flut hereinbricht. “Die Flut - Stilles Tal“ ist der Arbeitstitel des Films, der von 16. Juni bis Mitte Juli im Auftrag von MDR und arte für die ARD in Wittenberg und Umgebung (Sachsen-Anhalt) gefilmt wird, wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) am Dienstag in Leipzig mitteilte.

Regie führt Marcus O. Rosenmüller nach einem Buch von Michael Illner und Alfred Roesler-Kleint. Neben Wolfgang Stumph als Betreiber eines Ausflugslokals im sächsischen Müglitztal und Robert Atzorn als Altbesitzer aus Hessen spielen dessen Sohn Jens Atzorn und Ulrike Krumbiegel. Einen Sendetermin gibt es noch nicht, hieß es vom MDR.

Ossi Thomas Stille (Stumph) und Wessi Konrad Huberty (Atzorn) streiten um den von Hubertys Familie einst verlassenen und von Stille in 20 Jahren zu einem touristischen Juwel geformten Bauernhof im Müglitztal. Stille verbarrikadiert sich in dem Gasthof, als die Jahrhundertflut über das Tal hereinbricht. Zwischen Panik und Chaos kämpfen die Kontrahenten ums nackte Überleben.

Sachsen war von der verheerenden Hochwasserkatastrophe im August 2002 am schlimmsten getroffen worden. 21 Menschen starben, 25 000 Wohngebäude wurden beschädigt, der Schaden betrug insgesamt mehr als sechs Milliarden Euro. Bilder aus dem erheblich verwüsteten Müglitztal gingen um die Welt. # dpa-Notizblock

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