Tierschützer empört über Heidi Klum

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Heidi Klum bringt Tierschützer gegen sich und ihre Sendung auf

München - Fotoshootings mit Wildtieren sollen eigentlich ein Test für die Kandidatinnen bei “Germany's Next Topmodel“ sein. Tierschützer regen sich schon lange über den Einsatz der Tiere auf:

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Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten kritisiert den Auftritt von Wildtieren bei Fotoshootings der ProSieben-Castingshow “Germany's Next Topmodel“. So müsse ein Schimpanse in Menschenkleidung mit den Kandidatinnen vor der Kamera agieren. “Ein Affe hat in einer Fernsehkulisse nichts verloren. Allein die alberne Kostümierung zeigt, dass die Programmmacher den bedauernswerten Schimpansen lediglich als Witzfigur verstehen“, sagte der Wildtierexperte Thomas Pietsch. ProSieben wies die Vorwürfe zurück.

“Der Affe Kenzie hat mehr Hollywood-Erfahrung als die meisten deutschen Schauspieler. Selbstverständlich wurden bei den Dreharbeiten alle Auflagen zum Tierschutz erfüllt“, sagte Sendersprecher Christoph Körfer auf dapd-Anfrage. Der Schimpanse habe in Filmen wie “Speed Racer“ und der US-Serie “Emergency Room“ mitgespielt. Er sei deswegen “genau der Richtige, um mit den Mädchen eine filmreife Kussszene zu spielen“. Heidi Klum sagte zu den noch nicht informierten Kandidatinnen, sie erwarte ein “tierisch guter Küsser“.

Die Organisation Vier Pfoten beanstandet, seit Start der Klum-Sendung würden in jeder Staffel Wildtiere wie Elefanten, Reptilien oder Affen missbraucht - für Fotoshootings, Laufstegeinsätze oder andere Interaktionen mit den Kandidatinnen. “Was für den Zuschauer lustig aussieht, verlangt den Tieren harte Arbeit ab und verursacht nicht selten psychische Leiden.“

ap

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