Barbara Franz wird ein Jahr an einer Grundschule in Südafrika arbeiten

In Afrika unterrichten

Auf nach Südafrika: Barbara Franz aus Frankenhain wird ein Jahr einen Freiwilligendienst an einer Grundschule in Südafrika absolvieren und dort mithelfen Kinder zu unterrichten. Foto: Sasse

Frankenhain. In fast einem Monat wird sie in Afrika sein. Noch kommt Barbara Franz dieser Gedanke fast irreal vor. Erst langsam realisiert sie, dass es wirklich bald losgeht. Heute ist mein Visum gekommen, sagt sie. „Ich habe erstmal geschrien vor Freude“.

Ein Jahr möchte die Abiturientin aus Frankenhain in Pretoria in Südafrika verbringen. Dort wird sie einen Freiwilligendienst an der Makgatho Primary School absolvieren und bei einer Gastfamilie in einem Township leben.

„Ich werden den Lehrern im Unterricht helfen“, sagt Franz. Außerdem möchte sie die Tanzgruppe der Schule unterstützen und die Schulbibliothek betreuen. „Ich habe jahrelang Ballett getanzt“, erklärt Franz, warum sie sich auf das Tanzangebot besonders freut.

Warum Barbara Franz sich entschieden hat, nach dem Abitur ein Jahr im Ausland zu verbringen? „Ich möchte etwas machen, das anderen hilft“, sagt sie. Außerdem möchte sie die andere Seite der Welt kennenlernen und erleben, wie Menschen leben, denen es nicht so gut geht.

Franz wollte nach Afrika, das Projekt in Südafrika hat sich durch die Organisation ergeben. Die Geschichte des Landes fasziniert die 19-Jährige: So hat sie auch schon die Biografie von Nelson Mandela gelesen.

Dass sie nun ein Jahr die Chance hat, mit Kinder zu arbeiten, freut die Abiturientin besonders. „Ich habe schon drei Jahre bei der Jugendförderung des Werra-Meißner Kreises gearbeitet“, sagt sie. Das organisieren von Kinderfreizeiten in den Schulferien hat ihr viel Spaß gemacht. Für das Projekt hofft Franz, dass sie ihre eigenen Ideen einbringen kann.

Während eines zehn-tägigen Vorbereitungskurses hat die Abiturientin die anderen Freiwilligen bereits kennengelernt. In Bad Breisig im Rheinland hörte sie mit den anderen Vorträge, beispielsweise zum Thema Sicherheit und Aids. Dort hat sie auch den anderen Freiwilligen aus Marburg kennengelernt, der mit ihr auf dem Projekt in der Grundschule in Pretoria sein wird. „Wir verstehen uns super“, freut sich Franz. Außerdem ist sie froh, schon jemanden in Südafrika zu kennen, denn bei welcher Familie sie wohnen wird, weiß die 19-Jährige noch nicht. Zum Reisen wird Barbara Franz in den Schulferien Zeit haben. Dann möchte sie die anderen Freiwilligen besuchen.

Es soll ganz anders sein, als man sich die Zeit vorher vorstellt, erzählt Franz. Nun ist sie gespannt, wie es wirklich ist. Bevor die Reise am Donnerstag, 5. September, losgeht, ist es der Abiturientin wichtig, Zeit mit ihrem Freund, ihren Freunden und ihrer Familien zu verbringen.

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