100 Jahre Jugendbewegung am Hohen Meißner

Buntes Treiben in der Kleinstadt aus Stoff

Neue Freundschaften. Die Farbe der Halstücher lässt es erahnen. Der junge Mann, im Lager bekannt unter dem Namen „Strohhut“, hat eine andere Herkunft als die Damen im Bild. Er kommt aus Hamburg, hat sich mit Noisy, Erna, Tassilo und Jessil aber in dieser Woche angefreundet. Fotos: Lasse Deppe

Frankershausen. Es ist eine beeindruckende Geräuschkulisse, die den Besuchern beim Durchqueren des Zeltlagers der Jugendbewegung am Hohen Meißner entgegenschallt. Da wird gehämmert, gemeißelt, gelacht und immer wieder musiziert. Ob mit der obligatorischen Wandergitarre, Flöten oder sogar einem Kontrabass – irgendein Lied fällt den jungen Menschen immer ein, dass sie gemeinsam singen oder spielen können.

Während sich einige draußen in kurzen Hosen ein Ruhepäuschen in der Hängematte gönnen, wärmen sich andere schon dick eingepackt an den vielen Feuerstellen. Wem das zu langweilig ist, der hält sich mit Bewegung warm und trägt produktiv seinen Teil zum Lager dazu. So wie Jan Baumer, der den Fahrtennamen Bonzo trägt. Mit festen Griffen zurrt er an den Seilen, die eine Holzkonstruktion zusammenhalten. „Ein Karussell für das Südforum wird das, wenn es fertig ist, erklärt er. So wie das Südforum gibt es noch sechs andere Bereiche, in denen die Teilnehmer je nach Herkunft ihre Zelte aufgeschlagen haben.

Für die Dauer des Zeltlagers – immerhin eine Woche – verzichten die meisten auf jeglichen Luxus. So wird auf dem Boden im Gras gegessen, gekocht und gebacken wird auf offenen Feuerstellen. Der Duft des Apfel-Marzipankuchens, den Annett Laninger in einem großen Metallfass über der Glut backt, lockt viele Hungrige und Neugierige an.

Auch am Samstag reisten noch Teilnehmer an und ließen die kleine Stadt aus Stoffzelten, den Jurten, weiter anwachsen.

Bilder vom Zeltlager auf dem Hohen Meißner

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