100 Jahre Meißnertreffen: Viele der 3500 Jugendbewegten waren schon 1963 dabei

Fackel als Verbindung

Scheite für das Meißnerfeuer: Ein zunächst kleiner Scheiterhaufen wuchs mit der Dauer des Festaktes immer mehr an. Holzscheite wurden durch die Reihen der Jugendbewegten zum Feuerplatz durchgereicht und dort fürs Meißnerfeuer aufgeschichtet. Fotos: W. Skupio

Frankershausen. Nicht nur Jugendbewegte, sondern auch Landrat Stefan Reuß und Berkatals Bürgermeister Friedel Lenze sowie viele ehemalige Wandervögel, Bündische und Pfadfinder waren am Freitagabend auf die Wiese neben dem diesjährigen Meißnerlager gekommen, um dort gemeinsam den Freideutschen Jugendtag auf dem Hohen Meißner vor 100 Jahren zu feiern.

Mittelpunkt: Die von der Bühne am Fuße des Hanges gehaltenen Vorträge mussten mit Lautsprechern verstärkt werden.

Zu Beginn des Festaktes entzündeten Wandervögel am Gedenkstein des Freideutschen Jugendtages an der Hausener Hute eine Fackel und brachten diese in einer rund zweistündigen Wanderung zur Festwiese. Der Platz des Jugendtages vor 100 Jahren ist heute Naturschutzgebiet, weshalb das Meißnerlager am Hang zwischen Frankershausen und Frankenhain stattfindet. Die Fackelwanderung aber sollte die Verbundenheit mit dem ehemaligen Ort des Lagers demonstrieren.

Der erste Festredner Thomas Grothkopp gab einen kurzen Überblick über die Geschichte der Jugendbewegung in den letzten 100 Jahren, deren Bestandteil auch er ist. Grothkopp hatte als Neunjähriger bereits an der 50-Jahr-Feier 1963 teilgenommen und 25 Jahre später das Meißnerlager zum 75. Jubiläum mitorganisiert.

Zu Beginn seiner Rede rief er alle, die schon einmal am Meißnerlager vor 25 und 50 Jahren teilgenommen hätten, dazu auf aufzustehen. Selbst Rentner waren zum Festakt gekommen und ließen so die Geschichte der Jugendbewegung lebendig werden.

100 hölzerne Stelen bildeten einen Kreis um den Festplatz, jede versehen mit einer Jahreszahl und einem Loch für eine Fackel. Sieben Lieder sangen die Jugendbewegten gemeinsam, nach jedem Lied aber wurden Einzelne der teilnehmenden Pfadfinder- und Wandervogelbünde aufgerufen, die dann mit ihrer Fahne an der Stele mit dem Gründungsjahr ihres Bundes Aufstellung nahmen.

Nachdem die Meißner-Erklärung für 2013 verlesen wurde und der Jahrhundertkreis geschlossen war, endete der Festakt mit dem Entzünden des Meißnerfeuers.

Von Wolfram Skupio

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