Bürgermeister der Gemeinde Berkatal ist bei der Wahl am 25. Mai einziger Kandidat

Friedel Lenze allein auf weiter Flur

Ohne Gegenkandidat: Für den Berkataler Bürgermeister Friedel Lenze läuft am Jahresende die dritte Amtsperiode aus. Bei der Wahl am 25. Mai steht ihm niemand im Weg. Foto: Kristin Weber

Berkatal. Er ist mit seinen (erst) 45 Lebensjahren der dienstälteste Bürgermeister im Werra-Meißner-Kreis. Seit 1997 steht der gebürtige Weißenbörner Friedel Lenze an der Verwaltungsspitze der Gemeinde Berkatal. Und wenn am 25. Mai, das ist auch der Tag der Europawahl, die Einwohner der drei Ortsteile Frankershausen, Frankenhain und Hitzerode zur Urne gebeten werden, dann bleiben ihnen nur zwei Kreuze.

Der Grund dafür ist schnell erklärt: Als Wahlleiter Dr. Lutz Bergner die Urne am Stichtag geöffnet hat, da fand er nur eine Bewerbung vor, nämlich die von Friedel Lenze. Der steht nun folglich ohne Gegenkandidat allein auf weiter Flur und quasi vor der vierten Amtsperiode.

Die neben der SPD im Parlament der Gemeinde Berkatal vertretene Partei der CDU sowie die Wählergemeinschaft ÜWG konnten demnach keine Kandidaten motivieren. Die dritte Amtszeit von Friedel Lenze läuft zum Jahresende aus. Normalerweise darf binnen sechs Monaten vor dem Ende der Amtszeit gewählt werden. Die Ausnahme, und die kommt hier zum Tragen, ist die Zusammenlegung mit anderen Wahlen, wie das am 25. Mai der Fall ist.

Friedel Lenze, der mit seiner Frau Alexandra verheiratet ist und mir ihr zwei Kinder hat, wohnt in Frankershausen. Schon mit 29 Jahren wählte die Gemeinde Berkatal den Diplom-Verwaltungswirt zum Rathauschef. In seiner Freizeit spielt er liebend gerne Tischtennis, ist eine tragende Säule beim TTV Frankenhain.

Dass ihm jetzt der Wahlkampf erspart bleibt, nimmt er erfreut zur Kenntnis: „Natürlich werde ich in den nächsten Wochen auf die Bürger zugehen und mich präsentieren. Aber mit gebremster Energie, denn die spare ich mir für meine eigentliche Arbeit im aktuellen Tagesgeschäft auf“, erklärt der 45-Jährige beim Gespräch mit der WR. Übrigens: Auch 2008 hatte Friedel Lenze keinen Gegenkandidaten und durfte sich über den Zuspruch von 81,5 Prozent der Stimmen freuen.

Von Harald Triller

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