Beteiligungsprojekt „Zukunft hier in Berkatal“ setzt ganz auf die umfängliche Beteiligung der jungen Generation an den Entwicklungsprozessen

Kinder und Jugendliche wissen ganz genau, was sie brauchen

In Berkatal sollen Kinder und Jugendliche sagen, was sie möchten. Foto: Salewski

Frankershausen. In Berkatal wird Kindergerechtigkeit ernst genommen. Deswegen hat sich der Gemeindevorstand mit Bürgermeister Friedel Lenze an der Spitze jetzt auf eine nachhaltige Aktion zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen eingelassen.

Schon seit einigen Monaten arbeitet die Jugendförderung des Werra-Meißner-Kreises, die sich insgesamt für eine neue Beteiligungskultur in der Region starkmacht, hier mit engagierten Jungen und Mädchen am Projekt „Zukunft hier in Berkatal“, um deren Ideen zur Gestaltung ihrer Lebenswelt aufzugreifen und zu konkreten Projektplänen weiterzuentwickeln. Zur Vorstellung dieser in mehreren intensiven Workshops und gemeinsamen Treffen erarbeiteten Ideen und Wünsche waren jetzt Kommunalpolitiker und Eltern zur Zukunftsbörse eingeladen.

Ilona Friedrich, Leiterin des Jugendamtes beim Kreis, sprach von einem „Meilenstein zur dauerhaften Beteiligung von Kindern und Jugendlichen“. Bürgermeister Friedel Lenze betonte, dass die Beteiligung der jungen Generation sehr wichtig sei, gerade auch im Hinblick auf deren Bedeutung für die Zukunft der Gemeinde: „Es sollen sich hier alle wohlfühlen.“

Für die Jugendlichen, interessanterweise sind hier ausschließlich Jungs im Projekt engagiert, war schnell klar, was sie brauchen, um ihre Freizeit in Berkatal sinnvoll verbringen zu können: Zum einen soll der Jugendraum modernisiert werden, zum anderen wollen sie eine Skateanlage in Frankenhain. Dass sie schon sehr genaue Vorstellungen davon haben, wie diese Anlage aussehen soll und sich sehr kompetent auf die Zukunftsbörse vorbereitet hatten, wurde während einer Planungsphase in Kleingruppen deutlich.

Auch die Kinder waren besonders eifrig und engagiert dabei, ihre Lebenswelt auf der Grundlage verschiedener Erkundungen und Treffen mit dem Gemeindevorstand zunächst zu analysieren, um dann aus ihrer Expertensicht Verbesserungsvorschläge einzubringen. Während der Zukunftsbörse einigten sie sich darauf, die Projekte Abenteuerspielsplatz und Skateanlage weiterzuverfolgen, was im Hinblick auf Letztere auch Synergien mit dem Wunsch der Jugendlichen schaffen könnte. Aus der Zukunftsbörse hervorgegangen sind nun feste Arbeitsgruppen, bestehend aus den Kindern und Jugendlichen, Eltern und Politikern, die weiter an den konkreten Planungen arbeiten werden. Im kommenden Frühjahr soll es dann an die Umsetzung gehen.

Von Melanie Salewski

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