Bürgermeister Friedel Lenze legt der Gemeindevertretung Berkatal den Haushalt vor

Konservativer Etat mit Minus

Frankershausen. Die Gemeinde Berkatal geht mit einem Defizit in Höhe von knapp 115.000 Euro in das laufende Haushaltsjahr. Bürgermeister Friedel Lenze legte der Gemeindevertretung in dieser Woche seinen Etatentwurf vor, der bei Erträgen von gut 2,42 Millionen Euro Aufwendungen von knapp 2,54 Millionen Euro vorsieht.

Der Bürgermeister sprach von einem „konservativ kalkulierten Haushalt“. Einnahmen und Ausgaben seien vorsichtiger angesetzt, als es die „äußerst positive Prognose des Landes“ zugelassen hätte. Lenze: „Wir sind grundsätzlich auf einem guten Weg der Konsolidierung, müssen aber abwarten, wie sich Steuereinnahmen und Energiekosten entwickeln.“

435.000 Euro will die Gemeinde Berkatal in diesem Jahr in unterschiedliche Projekte investieren, mehr als 300.000 Euro alleine in die Kanalisierung im Ortsteil Hitzerode. 346.000 Euro muss die Kommune zur Finanzierung an Krediten aufnehmen.

Die wichtigsten Einnahmequellen sind die Einkommensteuer - der Gemeindeanteil ist 2013 mit gut einer halben Million Euro veranschlagt - und die Gewerbesteuer mit 438.000 Euro. Vom Land werden Schlüsselzuweisungen in Höhe von 322.000 Euro erwartet. Von Bedeutung sind auch die Grundsteuer-Einnahmen, die in der Summe mehr als 190.000 Euro ausmachen werden.

An den Werra-Meißner-Kreis zahlt die Gemeinde Berkatal fast 760.000 Euro an Kreis- und Schulumlage sowie weitere knapp 26.000 Euro zur Kompensation der weggefallenen Einnahme aus der Grunderwerbssteuer. Insgesamt werden 880 000 Euro an Umlagen fällig - 35 Prozent des Volumens im Ergebnishaushalt. Eine weitere wichtige Ausgabenposition sind die Personalkosten, die mit einem Volumen von mehr als 450 000 Euro immerhin achtzehn Prozent der Verwaltungsaufwendungen ausmachen. Für Zinsen müssen in diesem Jahr 126 000 Euro an die Banken überwiesen werden, bei denen die Kommune Ende vergangenen Jahres mit 2,93 Millionen Euro in der Kreide stand. Mit 276 000 Euro werden die Vermögenswerte der Gemeinde Berkatal abgeschrieben.

Bei der Zusammenstellung wurden zwei Prozent Personalkostensteigerung sowie eine dreiprozentige Erhöhung der Energiekosten berücksichtigt.

Von Harald Sagawe

Kommentare