Jagdverein Hubertus Eschwege spendet Reh und Wildschwein an Pflegezentrum in Frankershausen

Weihnachten gibt’s Rehbraten

Frischer Weihnachtsbraten: Die Jäger (hinten links) Rainer Stelzner und Heinz Zindel, Rolf Sennhenn und Thomas Gleichmar (rechts) haben das Fleisch an Maria und Berthold Grüning übergeben. Foto: Stück

Frankershausen. Maria Grüning war total überrascht, als sie den Anruf von Rainer Stelzner kam. Der Vorsitzende des Jagdvereins Hubertus Eschwege hatte der Leiterin des Pflegezentrums Panorama mitgeteilt, dass in diesem Jahr ihre Einrichtung mit einem Reh- und einem Wildschweinbraten zum Weihnachtsfest bedacht werden würde. Jetzt haben Stelzner und die Jagdpächter das Fleisch an die Bewohner übergeben.

Die Wildtiere stammen wieder ganz aus der Nähe des Pflegeheims. Die Jagdpächter der Reviere aus Abterode und Vockerode Thomas Gleichmar, Heinz Zindel und Rolf Sennhenn hatten die Tiere erlegt und gespendet.

Claus Schindewolf, Koch aus dem gleichnamigen Gasthaus in Frankershausen, wird das Fleisch für die Bewohner des Seniorenheims zubereiten. Zum ersten Mal wird den Senioren das Fleisch am ersten Weihnachtstag serviert. Dann bereitet Schindewolf einen Rehbraten zu. Am zweiten Weihnachtstag gibt es einen Wildgulasch. Das restliche Fleisch wird er im Januar kochen.

Das Pflegezentrum Panorama mit dem einzigartigen Blick über Frankershausen und das Meißnervorland, gibt es seit fast 13 Jahren. Maria und Berthold Grüning hatten das Heim als Ergänzung zu ihrem bereits bestehenden ambulanten Pflegedienst gegründet. Heute leben 23 Bewohner in den Räumen der Grünings. Alle kommen aus Berkatal. „Wir ermöglichen es den Senioren, in ihrer vertrauten Umgebung alt zu werden“, sagt Maria Grüning. Für die Bewohner sind 15 Mitarbeiter in der Pflege und fünf Angestellte in der Hauswirtschaft tätig. Zwei der Mitarbeiter sind Auszubildende. Auch für die Kurzzeitpflege stehen in dem Pflegeheim immer Plätze zur Verfügung. „Wir haben uns auf die Pflege spezialisiert“, sagt Maria Grüning. Die Nachfrage von Demenz-Patienten seien nach wie vor ungebrochen. Den ambulanten Pflegedienst betreiben Grünings mit sieben Mitarbeitern.

Seit einigen Jahrzehnten pflegen die Jäger den Brauch, Wild zu verschenken. „Wir kümmern uns nicht nur um Hege und Pflege des Waldes, sondern sind der Meinung, auch einen sozialen Auftrag zu erfüllen“, sagt Rainer Stelzner. In diesem Jahr war es kompliziert, frisches Fleisch zu organisieren, berichten die Jagdpächter. Stelzner freute sich, den Senioren bestes Fleisch anzubieten. Rehe seien wählerisch und fressen nur die besten Knospen des Waldes. Das Fleisch sei frei von Fett. „Mehr Bio geht nicht“, sagt Stelzner. (ts)

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