7609 Stunden im Ehrenamt

Fünf Gründe, warum die Feuerwehrarbeit so gut funktioniert

Gute Jugendarbeit: Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Herleshausen qualifizierten sich für den Landesentscheid. Foto: privat

Herleshausen. Gemeindebrandinspektor Udo Schulz ist der „Firefighter of the year“ 2015. Schulz wurde jetzt während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Herleshausen mit diesem Titel ausgezeichnet.

„Neben seinem Amt bringt er sich überdurchschnittlich in der Einsatzabteilung ein und hat erneut die Atemschutztauglichkeit bestanden“, sagte der stellvertretende Wehrführer André Popp in seiner Laudatio. Wir nennen weitere fünf Gründe, warum es bei der Feuerwehr Herleshausen gut läuft:

1. Gute Einsatztruppe:

 Die 32 Feuerwehrmänner und sechs Feuerwehrfrauen wurden zu 38 Einsätzen alarmiert, hiervon 16-mal zur Bundesautobahn 4. Eine besondere Herausforderung war der Brand im Alten- und Pflegeheim in Wommen. „In letzter Minute konnte eine Person gerettet und eine Brandausbreitung verhindert werden“, berichtet Wehrführer Mario Mißler. Wöchentlich trafen sich die Einsatzkräfte zum Übungsdienst. „Im Durchschnitt nahmen 15 Männer und Frauen teil“, berichtet das Ausbilderteam André Popp/Andreas Deist. Ein positives Fazit zog auch Gerätewart Michael Ruch. „Unsere Ausstattung ist in einem einwandfreien Zustand und wurde vom Technischen Prüfdienst des Landes Hessen gelobt“, fasste der eifrige Gerätewart zusammen.

2. Funktionierende Tagesalarmbereitschaft:

 2015 erfolgte die Hälfte der Alarmierungen an Werktagen zwischen 7 und 16 Uhr. „Während dieser Zeit stehen im Ortsteil Herleshausen durchschnittlich nur neun Brandschützer zur Verfügung“, erklärt Mißler. „Deswegen sei die funktionierende Zusammenarbeit mit den benachbarten Feuerwehren extrem wichtig.

3. Beliebter Verein:

 Die Mitglieder leisteten im zurückliegenden Jahr insgesamt 7609 Stunden im Ehrenamt. „Hierauf können wir gewiss stolz sein“, resümierte Vereinsvorsitzender Fehr. In seinem Jahresbericht ging er insbesondere auf das erfolgreiche Sommerfest anlässlich des 140-jährigen Vereinsbestehens sowie auf die Feierlichkeit zum 25-jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung mit den befreundeten Wehren aus Lauchröden und Unterellen ein. Ein Augenmerk lag aber auch auf der Restaurierung der alten Feuerwehrspritze. „Die Restauration hat sich gelohnt, das Löschgerät aus dem Jahre 1867 glänzt und ist voll funktionsfähig“, freute sich der technikbegeisterte Vorsitzende.

4. Geselligkeit:

 Florian Deist vom Festausschuss referierte über die Winterwanderung sowie den Himmelfahrtsausflug. An beiden Veranstaltungen nahmen etwa 50 Vereinsmitglieder teil. Christian Deist ging direkt auf die vereinseigene Homepage ein. „Täglich greifen etwa 70 Besucher auf den Webauftritt zu.“

5. Jugendarbeit:

 Vier Jugendliche gingen in 2015 in die Einsatzabteilung über. „Weitere werden folgen“, sagt Jugendwartin Susanne Carl. Durch den zweiten Platz beim Kreisentscheid konnte sich die Jugendfeuerwehr Herleshausen erneut zum Landesentscheid qualifizieren. Die ehrgeizigen Nachwuchsbrandschützer erreichten in Lorsch von über 60 hessischen Jugendfeuerwehren den 24. Platz. „Der Höhepunkt war unser 20-jähriges Bestehen der Jugendabteilung“, sagt Susanne Carl. Caroline Wetterau und Andreas Schulz legten aus beruflichen Gründen die Ämter als Stellvertreter des Jugendwarts nieder. Als Nachfolger wurde der 23-jährige Niklas Schulz einstimmig gewählt und in das Amt eingeführt. (ts)

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