Trikot mit der Nummer 1

Christoph Aßmann nahm an Volleyball-WM in Argentinien teil

Wohl erfolgreichster Sportler der Gemeinde Herleshausen: Volleyballer Christoph Aßmann (rechts) begutachtet mit Bürgermeister Burkhard Scheld die Original-WM-Trikots. Passenderweise trägt Aßmann die Nummer 1. Foto: Spanel

Herleshausen. Erst seit gut einer Woche hat Christoph Aßmann aus Herleshausen wieder deutschen Boden unter den Füßen. Die Eindrücke der Reise, die der 17-jährige Sportler in den vergangenen vier Wochen hinter sich gebracht hat, sind noch allgegenwärtig: „Einfach unglaublich“, sagt Aßmann.

Denn als Volleyballer hat der Herleshäuser nun die internationale Bühne betreten: Bei der U 19-Weltmeisterschaft in Argentinien spielte er die Position des Außen-Angreifers – und das zum großen Teil von Beginn an. Am Ende erreichte die Mannschaft Platz 13.

„Christoph Aßmann ist damit der erfolgreichste Sportler, den Herleshausen je hervorgebracht hat“, lobte Bürgermeister Burkhard Scheld während eines kleinen Empfangs zu Ehren des 17-Jährigen in der Gemeindeverwaltung.

Der Heimat verbunden

In seiner Heimatgemeinde ist Aßmann nach wie vor fest verwurzelt. „Meine Leidenschaft für die Sportart Volleyball habe ich hier entdeckt“, sagt der 17-Jährige. Etwa zur Zeit seiner Einschulung im Jahr 2005 müsse das gewesen sein. Betreut wurden er und seine Freunde damals zeitweise vom späteren Bürgermeister Scheld, selbst lange Jahre aktiver Volleyballer.

„Das Talent entdeckt und gefördert hat später mein Herleshäuser Trainer Stefan Adam“, sagt der Aßmann, der mit einem Gardemaß von 1,98 Metern auch die idealen körperlichen Voraussetzungen für einen Volleyballer mitbringt.

Ab der Saison 2013/14 lebte und trainierte der Herleshäuser dann sogar im Sportinternat Frankfurt. „Trotzdem bin ich in der vergangenen Saison zu meinem Heimatverein TSV Herleshausen zurückgewechselt“, sagt Aßmann, der das Berufliche Gymnasium in Eschwege besucht und dort sein Abitur ablegen will.

Mit dieser Entscheidung, so dachte der leidenschaftliche Sportler damals, seien auch seine Chancen, für große Turniere wie die WM nominiert zu werden, rapide gesunken: „Bevorzugt bedacht werden die Internatsschüler, das ist kein Geheimnis“. Als der Anruf des Bundestrainers Matus Kalny Ende Juli trotzdem kam – „abends gegen 10 Uhr“ – sei er aus allen Wolken gefallen, berichtet er. Da es im deutschen Kader einige verletzte Spieler gegeben hatte, fragte Kalny bei Aßmann an, ob er nicht am WM-Vorbereitungslehrgang in Friedrichshafen teilnehmen könne. Gezögert, so Aßmann, der eigentlich bei den Deutschen Meisterschaften im Beach-Volleyball in Kiel an den Start gehen wollte, habe er da nicht: „Natürlich habe ich die WM-Chance ergriffen.“

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Von Emily Spanel  

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