Herleshausen, Sontra und Nentershausen wollen Jugendliche in der Region halten

Ausbildung: Drei Orte - ein Ziel

Benjamin Juneau und Diana Schulz (rechts) lernen in der Bäckerei und berichten den Jugendlichen Eric Rajaunarison, Kevin Hartig und Florian Wagner (v.l.) davon. Fotos: Sonja Berg

Herleshausen. Über 20 Firmen aus der Region präsentierten sich am Samstag auf der Ausbildungsmesse in der Mehrzweckhalle in Herleshausen. Unter dem Motto „Ausbildung und Praktikum in der Region“ lud das Zweckverband InKomZ der Städte Sontra, Herleshausen und Nentershausen zu einem besonderen offenen Tag der Betriebe.

„Die Betriebe können sich hier zentral an einem Ort präsentieren und so eine größere Reichweite erzielen“, erklärte Detlef Nizold vom Organisationsteam.

„Wir sind drei Kommunen, die sich gut verstehen und gemeinsame Sache machen, wir wollen den Jugendlichen zeigen, dass sie auch hier vor Ort eine gute Ausbildung machen können und dafür nicht wegziehen müssen. Wenn die Jugendlichen erst einmal weg sind, kommen sie im seltensten Fall wieder zurück“, so Bürgermeister Burkhard Scheld in seinen Begrüßungsworten. „Wir müssen etwas dem demographischen Wandel entgegensetzen und einen Schritt in die richtige Richtung machen“. Viele Firmen aus Sontra, Nentershausen und Herleshausen präsentierten sich und stellten ihre Firma und die Ausbildungsberufe vor. Die Schüler der Südringgau-Schule hatten die Aufgabe bekommen, sich über verschiedene Berufe zu informieren und diese dann im Unterricht vorzustellen. „Ich würde schon gerne hier bleiben und eine Ausbildung machen, ich bin mir nur noch nicht sicher, was ich machen möchte“, erklärte der 14-jährige Maximilian aus Herleshausen. Erste Eindrücke, was in den Firmen alles passiert, konnten die Jungen und Mädchen an den Ständen sammeln und teilweise sogar schon mal etwas ausprobieren. Mit den Firmen präsentierten sich auch viele Lehrlinge und Auszubildende, die ihre Berufe selbst vorstellten. „Die Jugendlichen haben untereinander einen viel besseren Draht zu einander. Das läuft besser, als würden hier nur Chefs stehen“, so Detlef Nizold.

„Wir sind mit der Umsetzung unserer ersten Messe sehr zufrieden und finden es toll, mit welchem großen Engagement die beteiligten Firmen dabei sind. Hier steckt großes Potential und wir wollen dieses Thema weiterverfolgen“, erklärte Sontras Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer.

Am Nachmittag fanden zudem auch noch Vorträge für die Jugendlichen statt, in denen einzelne Berufe vorgestellt wurden. Neben den Ausbildungsberufe wurden auch verschiedene Möglichkeiten sich nach dem Schulabschluss ehrenamtlich zu engagieren vorgestellt. Der Bundesfreiwilligendienst, das freiwillige Soziale oder Ökologische Jahr im In- und Ausland waren dabei Thema. (sb)

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