Nach Großbrand im Jahr 2012

Fachwerkscheune auf Gut Hohenhaus wird wieder aufgebaut

Die Bagger sind schon da: Wo heute noch ein Loch voll Schotter und Kies klafft, entsteht bis Herbst eine originalgetreue Fachwerkscheune. Optisch soll sich das Gebäude an die 2012 abgebrannte Scheune annähern. Foto: Spanel

Holzhausen. Auf Gut Hohenhaus bei Holzhausen sind die Bagger angerollt: Dort, wo zurzeit noch ein riesiges Loch klafft, soll ab sofort wieder eine imposante Fachwerkscheune aufgebaut werden.

Im Jahr 2012 war ein ebensolches Gebäude bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Bei dem Inferno waren mehrere 100 000 Euro Schaden entstanden; ein Mitarbeiter des Gutes war bei dem Versuch, einen Traktor aus der bereits lichterloh brennenden Scheune zu retten, verletzt worden.

„Insgesamt waren damals mehr als 80 Rettungskräfte im Einsatz, deren Leistung nicht hoch genug gewürdigt werden kann“, sagt Gutsverwalter Stephan Boschen. Im Nachhinein sei die Entscheidung, das etwa 50 mal 50 Meter große Gebäude kontrolliert niederbrennen zu lassen, dafür aber das Übergreifen der Flammen auf benachbarte Büros, Garagen und das renommierte Hotel Hohenhaus zu verhindern, goldrichtig gewesen.

„Die Fachwerkscheune war vor allem optisch ein sehr prägendes Element des Gutes“, sagt Boschen. Die Pläne für den Nachbau orientierten sich an diesem Vorbild: Auch die neue Scheune werde eine aufwändige Fachwerkstruktur bekommen. Für die Arbeiten seien ausschließlich Unternehmen aus der Region beauftragt worden.

Flammeninferno: Das Fichtenfachwerk-Gebäude aus dem Jahr 1890 brennt im Jahr 2012 lichterloh. Über 80 Rettungskräfte waren im Einsatz. Foto: Archiv

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings: Wegen der starken Regenfälle in den vergangenen Tagen ist der Boden stark aufgeweicht. Die großen Maschinen stehen daher vorübergehend still. „Die Arbeiten ruhen, werden aber sofort aufgenommen, sobald sich das Wetter bessert“, sagt Boschen.

Die Ursache für den Großbrand vor fast vier Jahren kennt der Gutsverwalter aber immer noch nicht. „Eine kriminaltechnische Untersuchung hat kein Ergebnis gebracht“, sagt Boschen. In der Fachwerkscheune waren unter anderem hochwertige Möbel, Gerätschaften des Gutes und des Hotelbetriebs sowie ein Auto untergebracht – all das wurde durch die Flammen vollständig vernichtet.

Von Emily Spanel

Kommentare