Bahnhofsumfeld wird für 980.000 Euro neu gestaltet

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Bahnhof Herleshausen

Herleshausen. Rund 980.000 Euro soll das größte Bauprojekt, die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes Herleshausen, die nächsten Jahre kosten. Detailliert präsentiert haben die Vorplanungen sowohl für die über- als auch die unterirdischen Arbeiten die Ingenieure Michael Dorlas und Bernt Sapauschke vom Büro Zick-Hessler in Wettenberg (Landkreis Gießen).

Mehrere Monate haben sich die beiden Ingenieure in das Projekt „Neugestaltung des Bahnhofumfelds“ eingearbeitet. Michael Dorlas, zuständig für die Außengestaltung, wies am Dienstagabend explizit auf die enorme historische Bedeutung des Herleshäuser Bahnhofs hin: „Als Spätheimkehrer-Bahnhof macht der Standort die Gemeinde überregional bekannt“. Bei der Planung habe er sich deshalb am bestehenden Jugendstil-Bestand orientiert. Schmuckstück soll der Bahnhofsvorplatz (Grafik) werden.

Barrierefreiheit

Die Zugänge zum Bahnhofsgebäude, zum Museum und der Unterführung sollen nach Abschluss der Arbeiten barrierefrei sein. Aufgebracht werden wird ein beschichteter Asphalt mit einer feinen Körnung, dessen feste Oberfläche bestens für Rollstuhlfahrer geeignet ist.

Die große Unbekannte

Nicht Bestandteil der Bauarbeiten ist das Bahnhofsgebäude selbst. Dieses befindet sich im Besitz eines Privatinvestors. Über dessen künftige Pläne herrscht Rätselraten – Fristen für die Beantragung von Fördermitteln sind verstrichen.

Café-Terrassenplatz

Das Oval direkt vor dem Bahnhofsgebäude soll in der Zukunft multifunktional genutzt werden können: Wird etwa ein Gastronom gewonnen, ist hier eine Außenbewirtschaftung denkbar. Alternativ soll das von niedrigen Hecken umgrenzte Areal für Veranstaltungen genutzt werden können. Ein Stromanschluss wird verlegt; ausgeleuchtet wird der Platz mithilfe von Lampen, die an das Jugendstil-Thema angelehnt sind.

Die Grünanlage

Begrünt werden soll der Bahnhofsvorplatz unter anderem durch neun Bäume. Ingenieur Dorlas schlägt Zierkirschen vor: Diese überzeugten nicht nur durch eine ansprechende Blüte und Herbstfärbung, sondern seien noch dazu auch pflegeleicht. Sitzbänke bieten die Möglichkeit zu einer Rast – und auch an die Jüngsten ist gedacht: Eingebaut werden soll ein Bodentrampolin. Dieses Spielgerät hat keine spitzen Ecken und Kanten, ist robust und wetterbeständig.

Die Freiflächen

Rasen soll das harmonische Gesamtbild des Bahnhofsumfelds abrunden. Etwa 40 Zentimeter hohe Hecken grenzen die einzelnen Teilstücke voneinander ab; auch die Wege werden auf diese Weise eingefasst. Die Pflege dieser Grünanlagen würde, so Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld, mit hoher Wahrscheinlichkeit Sache der Gemeinde werden. Jutta Ebeling von der CDU-Fraktion schlug vor, den Herleshäusern Baumpatenschaften für die Zierkirschen anzubieten.

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