Herleshausen zum dritten Mal Ziel

Bewaffneter Überfall: Fahndung nach Tätern läuft

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Herleshausen. Zwei bewaffnete Unbekannte haben am Donnerstagabend gegen 17.40 Uhr die Filiale der Sparkasse an der Bahnhofstraße in Herleshausen überfallen.

Wie Jörg Künstler, Pressesprecher der Polizei, auf Anfrage mitteilte, wurden zwei Angestellte mit Schusswaffen bedroht und zur Herausgabe von Bargeld gedrängt. Die sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern blieb bis Redaktionsschluss erfolglos.

Beute gemacht hat das Duo jedoch nicht: Laut Frank Nickel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Werra-Meißner, wird die Filiale in Herleshausen bereits seit Dezember des vergangenen Jahres bargeldlos betrieben. „Unter anderem aus Gründen der Prävention“, so Nickel – doch Überfälle ließen sich augenscheinlich trotzdem nicht verhindern.

„Wir schulen unsere Mitarbeiter aber permanent, um sie auf Situationen wie diese vorzubereiten“, erklärt der Vorstandsvorsitzende, „immer mit der Maßgabe: Das Leben hat Vorrang.“ Die beiden 28 und 36 Jahre alten Sparkassenmitarbeiter blieben bei dem Überfall körperlich unversehrt, werden aber psychologisch betreut.

In der nur wenige Schritte entfernten Herleshäuser Gemeindeverwaltung blieb der Überfall zunächst unbemerkt. Erst durch die verstärkte Polizeipräsenz sei er aufmerksam geworden, sagt Bürgermeister Burkhard Scheld: „Einfach schlimm“ sei das Verbrechen. In den vergangenen fünf Jahren sei die Filiale schon dreimal Ziel von Bankräubern geworden, zuletzt im Dezember 2013. Damals erbeutete ein maskierter Täter mehrere tausend Euro. „Vielleicht reizt die Täter die Lage der Filiale an einer viel befahrenen Straße in Autobahnnähe“, spekuliert Scheld. „Kriminalgeografisch gut gelegen“ sei das Gebäude tatsächlich, bestätigt Jörg Künstler. Allerdings seien das nach aktuellem Ermittlungsstand nur Mutmaßungen.

So werden die Täter beschrieben

Die beiden Unbekannten, welche die Filiale der Sparkasse in Herleshausen überfallen haben, werden wie folgt beschrieben: • Täter 1: etwa 1,78 Meter groß mit normaler Statur. Er trug eine dunkelblaue Jacke mit einem hellblauen Strich auf der Brust, eine dunkle Jeans sowie dunkle Schuhe. • Täter 2: etwa 1,65 Meter groß mit kräftiger Figur. Die Bekleidung wird als „schwarz“ beschrieben; außerdem habe er schwarze Schuhe mit drei Streifen getragen. Beide Täter sollen zwischen 40 und 50 Jahren alt gewesen sein und Deutsch gesprochen haben. Über Fluchtmittel oder -richtung liegen der Polizei noch keine Hinweise vor. (esp)

Von Emily Spanel

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