Schon lange zusammen: Franz-Schubert-Chor begeistert das Publikum in der Herleshäuser Kirche

Mit einem Konzert den Frühling begrüßt

Gut gesungen: Der Franz-Schubert-Chor aus Thüringen trat zum ersten Mal in Herleshausen auf und begeisterte sein Publikum auf Anhieb. Foto: Francisco Pujiula

Herleshausen. Das Timing klappte. Angekündigt war ein Frühlingskonzert, und an diesem Samstag, als der Eisenacher Franz-Schubert-Chor in der sehr stark besuchten katholischen Kirche auftrat, war der lang ersehnte Frühling gerade da. Und so war das erste Lied im Programm, der „Frühlingsgruß“ von Robert Schumann, genau der richtige Auftakt für diese klangvolle musikalische Stunde.

Pfarrer Joachim Hartel lobte die sängerische Leistung der fast dreißig Männer unter der Leitung von Manfred Jäckel. „Die sind schon lange zusammen“, sagte er, was man nicht nur sehen, sondern auch hören könne. Damit meinte er die präzisen Einsätze und stimmliche Ausgeglichenheit dieser gestandenen Männer, die in ihrer schmucken Konzertkleidung für sauberen, ebenmäßigen Gesang sorgten.

Vielleicht zu ebenmäßig. Denn so erlesen das Programm auch war, fehlte es insgesamt an innerer Spannung. Die Lieder waren alle sehr schön - wie könnte es anders sein bei solchen Komponisten wie Beethoven, Mendelssohn und natürlich Schubert, dem „Namenspatron“ des Chores, von dem unter anderem das bekannte (und im katholischen Gesangbuch aufgenommene) „Heilig heilig“ gesungen wurde. Ein Lied, das in den sakralen Raum besonders gut hineinpasste. Und doch: Ein paar „musikalische Farbtupfer“ haben gefehlt.

Aber einzeln betrachtet waren alle Interpretationen in Ordnung. Und dafür gab es viel Applaus, nach jedem Lied und besonders stark am Schluss, wofür es als Zugabe ein Eisenach-Lied gab. Eine besondere Bereicherung des Konzerts waren exzellent vorgetragene und sorgfältig ausgesuchte kurze Lesungen zwischen den Liedergruppen.

Von Francisco Pujiula

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