Gemeinde Herleshausen muss Rückgang bei Einkommen- und Gewerbesteuer verkraften

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Herleshausen. Die Gemeinde Herleshausen wird Probleme bekommen, den geplanten Abbaupfad zur Einhaltung des Schutzschirmvertrags einzuhalten. Das gab Bürgermeister Burkhard Scheld jetzt vor der Gemeindevertretung bekannt.

Grund sind Einbrüche bei der Zuweisung der Einkommenssteuer und in der Gewerbesteuer. Die Gemeinde bekommt rund 100 000 Euro weniger als veranschlagt.

EINKOMMENSTEUER

„Unsere Planungszahlen waren realistisch“, sagt Scheld gegenüber der Werra-Rundschau. 966 000 Euro waren einkalkuliert, nach aktuellen Zahlen des Landes werden es wohl nur 886 000 Euro werden. „Die Einnahmen brechen in den letzten beiden Quartalen weg“, sagt Scheld. Im ersten Halbjahr waren die Einnahmen noch höher als veranschlagt. Eine Erklärung vom Finanzministerium, warum der Einkommensteueranteil gesunken ist, gibt es bislang nicht.

GEWERBESTEUER

Auch die Gewerbesteuer verhagelt die Bilanz der Gemeinde. Hier fehlen nach aktuellen Berechnungen zurzeit 20 000 Euro. Damit wird das Defizit am Ende des Jahres höher ausfallen, als vom Finanzministerium genehmigt. Geplant waren 258 000 Euro.

HUNDESTEUER

Teurer wird das Halten von Hunden in Herleshausen. Der erste Hund kostet ab 1. Januar 85 Euro (+19 Euro), der zweite Hund 140 Euro (+38) und der Dritte 180 Euro (+45). Das bringt insgesamt 5300 Euro für die Gemeindekasse. Damit liegt Herleshausen im vorderen Drittel des kreisweiten Vergleichs. Kampfhunde kosten jetzt 1000 Euro.

Hintergrund

Die Einnahmen aus der Einkommensteuer stehen dem Bund, den Ländern und den Gemeinden gemeinsam zu. Die Gemeinden erhalten 15 Prozent des Aufkommens aus der Einkommensteuer. Die übrigen 85 Prozent teilen sich zu je 42,5 Prozent Bund und Länder auf. Die Steuerertragshoheit liegt dabei jeweils bei der Gemeinde und dem Land, in dem der Steuerpflichtige seinen Wohnsitz hat. Zuständig für Festsetzung und Erhebung der Einkommensteuer ist das Finanzamt. (ts)

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